Theaterproduzent Stijn Devillé bringt Éric Vuillards preisgekrönten Roman ‚Orde van de dag‘ auf die Bühne.
Februar 1933: Vierundzwanzig einflussreiche Industrieführer versprechen heimlich finanzielle Unterstützung für die Nazis. Ihre Namen klingen heute noch unheimlich vertraut: Bayer, Krupp, BMW, Opel... Was folgt, ist der Aufbau zum Anschluss. Diese wahre Geschichte ist keine Erzählung von heldenhafter Entschlossenheit, sondern eher eine Entwirrung von unschuldigen Abendessen, ängstlichen Telefonanrufen und Bluff. Mit scharfer Ironie entlarvt das Stück die groteske Einschüchterung und die Machtspiele, die die Welt in die Irre führen.
„Während das Stück einen so sehr zum Lachen bringt – mal mit einem Grinsen, mal mit einem Brüllen –, bringt es einen auch ständig dazu, über die Parallelen zu den Taktiken des Bluffens, der Einschüchterung und des Verkaufs von Spektakel nachzudenken, die die üblichen Normen sind.“ – Pzazz