Dekolonisierungsspaziergang: von rotem Gummi zu rotem Coltan. Wer „Kolonisierung“ sagt, denkt zweifellos an unseren König Leopold II. Vor 141 Jahren erfüllte sich sein großer Traum und er erhielt einen großen Teil Afrikas zugesprochen, als die europäischen Länder Afrika unter sich aufteilten. Aber der westliche Kolonialismus begann bereits mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahr 1492. Das war auch der Startschuss für ständige Kriege: Kriege zwischen den westlichen Ländern untereinander, um sich gegenseitig die Kolonien abzuluchsen, und Kriege gegen die kolonisierten Völker. Wir starteten den Spaziergang am Brabo-Brunnen auf dem Grote Markt van Antwerpen. Direkt an der Schelde, der Lebensader und der Quelle des Reichtums von Antwerpen. Aber auch ein Symbol für den jahrhundertelangen Zustrom von Waren, die aus Kolonien weltweit geraubt wurden. Von hier aus wandern wir entlang offener, aber meist verborgener Spuren der Kolonisierung und neokolonialer Praktiken. Wir wandern im Grunde entlang von Gummilianen und Coltanminen. Wir enden am Bahnhof Antwerpen-Centraal, den Leopold II. zu einem kolonialen Denkmal gemacht hat. Praktische Informationen: Start um 14 Uhr auf dem Grote Markt van Antwerpen, am Brabofontein. Unterwegs ist eine Toiletten- & Kaffeepause vorgesehen und das Ende ist um 16:30 Uhr am Bahnhof Antwerpen – Centraal. Der Spaziergang ist etwa 3,5 km lang. Dieser Spaziergang wird professionell von unserem Stadtführer Raf Vandecasteele geleitet. Nicht-Mitglieder: 10 € Mitglieder: 5 € Info und Anmeldung: andre@masereelfonds.be Mitglied werden: Mitgliedschaft und Mitgliederaktionen – Masereelfonds