New York, siebziger Jahre. Underground, Punk und New Wave, the Factory, Lederjacken, Heroin, Hedonismus. Und: Laurie Anderson und Lou Reed. Sie ein avantgardistisches interdisziplinäres Genie, er das Enfant terrible des Rock-’n-Roll. Sie Nische, er populär. Sie noch am Leben, er nicht mehr. Sie: O Superman. Er: Walk on the Wild Side. Beide ikonisch und jeder auf seine eigene Weise herausfordernd, stur, laut, sensibel und mysteriös. Und schließlich Liebende.
Er ist Mitch Van Landeghem, sie ist Carine van Bruggen. Sie arbeiten zusammen, leben zusammen und konkurrieren miteinander. Sie sind eifersüchtig, besessen, holen das Beste und das Schlechteste aus dem anderen heraus. Provokativ sind sie, und doch nett. Sie wollen schöne Dinge machen und schöne Dinge kaputtmachen. Sie liegen wach, geben sich hin, lieben in einem Leben voller Kunst und machen Kunst in einem Leben voller Selbstmythologisierung. Sie sind also eigentlich genau wie Laurie en Lou.
Laurie & Lou ist ein Duett zwischen zwei jungen Machern und ein pseudo-musikalisches Porträt zweier Ikonen. Aber vor allem ist es ein wilder Clusterfuck dieser vier Persönlichkeiten – ein ebenso eingebildeter wie aufrichtiger Versuch, zusammen zu landen. Denn wir stürzen ab, aber wir tun es zusammen. Oh-oh.