Die Gemälde von Marielle entstehen aus Kindheitserinnerungen, Lebensfragmenten, Familienspielen, Momenten der Unbeschwertheit, die wir in uns tragen. Diese Reminiszenzen, manchmal ungenau, werden auf der Leinwand zu einem Gebiet der Erinnerung, wo das Verschwommene keine Grenze ist, sondern ein emotionaler Raum für sich.
Marielle arbeitet mit Acrylfarbe in Transparenz und überlagert die Schichten bis zum Verschwinden oder zur Enthüllung des Subjekts. In diesem Zwischenraum, zwischen Präsenz und Abwesenheit, Präzision und Unschärfe, spielt sich das Wesentliche ab: den sensiblen Teil unserer Erinnerungen hervorzubringen, die Emotionen und Empfindungen, die uns weiterhin bewohnen.
Ihre Figuren erscheinen ohne Gesichtszüge, ihre Landschaften kaum skizziert. Diese gesichtslosen Gesichter verschließen den Blick nicht, sie öffnen ihn. Jede*r kann darin etwas von sich selbst wiedererkennen: einen Schmerz, eine Abwesenheit, eine leichte Sorge.
Ihre Arbeit erforscht so Themen, die vom Verschwinden bis zum Auslöschen reichen, von bestimmten Ängsten der Kindheit bis zu den stillen Transformationen unserer Lebenswege. Die Malerei wirkt dabei wie ein Spiegel und wie eine langsame, sensible Ausgrabung dessen, was in uns bleibt, ohne immer Worte zu finden.
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PRAKTISCHE INFORMATIONEN
Vernissage: Donnerstag, 27. August um 18 Uhr (Bar geöffnet)
Ort: Passage9 - Kulturzentrum von Waremme, Place de l'École Moyenne 9, 4300 Waremme
Entrée Eintritt frei und kostenlos