Ein zwölfjähriger Bruder spielt Kampfspiele am Computer, auf Leben und Tod. Seine Schwester Nour hat kein Extraleben. Sie wird gerade einmal ihren siebten Geburtstag erleben. Um sie abzulenken, den Schmerz erträglich zu machen und dem Abschied einen Platz zu geben, erfindet er Geschichten, in denen sie erwachsen wird, das Nest verlässt, ihre erste Liebe trifft und ihren ersten Korb bekommt. So lässt er sie in einer Geschichte einschlafen, mit dem Versprechen, sie niemals zu vergessen.
Abschied, Krankheit und Tod sind schwere Themen, besonders für Kinder. Deshalb nutzen die Geschichten und die Vorstellungskraft einen Schleichweg: Spielerisch können diese Themen erlebt, berührt und getröstet werden, ohne direkt zu konfrontieren.
Elvis Peeters und Nicole Van Bael schrieben die Novelle, die Roovers machten daraus ein zärtliches und ausdrucksstarkes Jugendtheaterstück mit Schattenspiel. Mit magischen Silhouetten von Ona-Lisa Van Haver und der Erzählung von Luc Nuyens und Sofie Sente entsteht eine intime Welt, in der Leben, Abschied und Erinnerung greifbar werden. Ein Stück, das berührt, tröstet und die Fantasie zusammenbringt.