Vraie historie ende al waer\nMach ik u tellen hoorter naer\n\nSo beginnt ‚Karel ende Elegast‘ und sofort ist klar, dass der Schreiber will, dass du ihm glaubst. Er betont die Echtheit der Geschichte, bittet um Erlaubnis zu erzählen und befiehlt dir zuzuhören. Über diese zwei Verse allein werden ganze Essays geschrieben. Insgesamt gibt es 1419 Verse, genug für eine Wikipedia an Textanalyse.\n\nEen Vlaamse Klassiker voller Stoff zum Nachdenken bekommt neues Leben!\n\nIch will wissen, wer du bist, und wohin du zu dieser Stunde fährst und wie dein Vater heißt. Und ob du als Kind jemals ein Kaninchen hattest, das eckige Köttel schiss?\n\nEin Engel gibt Keizer Karel nachts den Auftrag, stehlen zu gehen. So beginnt das Abenteuer des Königs mit dem wunderschönen Bart. Eine stiftende Geschichte über Treue, Vertrauen und ehrenvolles Verhalten.\n\nWannes Cappelle, Jonas Leemans, Dimitri Leue und Inge Paulussen pumpen neues Blut in die mittelalterliche Version.\n\nNach ‚Van den vos die amoc maecte‘ nimmt Leue einen zweiten Text aus dem Kanon in Angriff, um zu fühlen, wie Worte dich mit Menschen von vor achthundert Jahren verbinden können und gleichzeitig mit Menschen von Ypern bis Tongeren. Das Gemeinsame zerschmettert Distanz und Zeit.