Veerle Baetens und Bo Spaenc, Hier, ich als Kaiserin - Molenstraat 103 bus 5
Do., 26. Nov. 2026 · 20:15
Zaal De Kimpel, Bilzen
€18–21
Minnie Maes ist die kleinste, graueste graue Maus. Sie hinterlässt keine Spuren – so minimal ist Minnie. In einer Welt, die immer härter und hässlicher – oder wie sie sagt: „härterlicher“ – wird, zieht sich Minnie zurück. In Molenstraat 103 bus 5 ist sie Kaiserin und schwingt das Zepter. Hier verbrennt sie ihre „Mäusigkeit“ und herrscht ihr Gemüt. Und sonst: Kopf ab. Aber darf sie Feuer speien in einer Welt, die bereits brennt? Oder wird sie dann das, was sie verabscheut: ein Jäger, ein Vertreiber, ein Kolonialist? Wird sie dieser Mann auf imperialistischem Siegeszug, mit nur verbrannter Erde in seinem Kielwasser? Und wer heilt dann die Wunden? Veerle Baetens und Bo Spaenc suchen nach einer möglichen Antwort. Veerle verkörpert Minnie. Sie gibt ihr eine Stimme. Bo’s Musik webt sich durch ihre Worte und bildet eine zweite Stimme in Minnies Universum. „Hier, ik als Keizerin“ ist ein musikalischer Monolog über Einsamkeit, Macht und Zweifel. Darüber, wie laut es in einem Kopf sein kann, der zu viel fühlt. Über den beängstigenden und befreienden Akt, Raum einzunehmen. Und darüber, was passiert, wenn die Welt wieder unerwartet an deiner Tür steht. Veerle Baetens ist Schauspielerin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Sängerin. 2012 gelang ihr der internationale Durchbruch mit ihrer Hauptrolle im Film The Broken Circle Breakdown, für den sie mehrere Preise gewann. Seitdem konzentriert sie sich hauptsächlich auf Film- und Fernsehprojekte. Ihr Regiedebüt gab sie mit dem Film „Het smelt“, basierend auf dem Roman von Lize Spit. Nun folgt sie Bo’s Einladung, mit „Hier, ik als Keizerin“ wieder auf der Bühne zu stehen. Von Anfang an gibt sie inhaltlich und formal Richtung für diese Aufführung vor, indem sie ein Thema anschneidet, das ihr sehr am Herzen liegt und Möglichkeiten bietet, Wort mit physischem Spiel und Musik zu verweben. Bo Spaenc gibt Widerworte, sowohl mit grotesken Zirkusklängen als auch mit einem integren Sound aus Vocals, indischer Orgel, organischer Perkussion und Kinderklavier. Bo machte als künstlerischer Leiter von Muziektheater De Kolonie – und später als Freelancer – Musiktheater mit starken Erzählern wie Lucas Van den Eynde, Peter De Graef, Tania Van der Sanden, Bart Hollanders, Warre Borgmans, Vic De Wachter, Stefaan Degand und Bruno Vanden Broecke, gegenüber seiner „Live“-Musik. Diese Produktionen waren stets ausführlich in den Kulturzentren zu sehen. In Met Hier, ik als Keizerin machen Bo und Veerle Musiktheater, in dem Wort, Gesang und Instrumente einander überraschen und eigenwillig ihren Weg gehen. Spiel: Veerle Baetens Livemuziek: Bo Spaenc Script: nach einer Idee von Veerle Baetens und Kiana Porte, geschrieben von Veerle Baetens & Yoline Denys