Welches Schreiben entsteht aus der Rückverfolgung unserer emotionalen Landschaft? Wie kann verkörpertes Schreiben unsere Trauerprozesse unterstützen? In diesem Workshop werden wir diese dringenden Fragen durch einfache Schreibaufgaben in Kombination mit verkörperten Klangübungen erforschen, um spielerisch unsere Gefühle der Trauer zu verschriftlichen. Durch die klanglichen Übungen wollen wir lernen, die Texturen unseres Betroffenseins zu schmecken. Durch Schreibimpulse wollen wir das klangliche Schmecken in Text verwandeln, in Worte, die im Gespräch mit dem Bauch stehen.
Über
Raoni/Muzho Saleh ist ein Hazara Afghan/niederländischer Künstler, der Performance, Installation und den Klang des trauernden Stöhnens nutzt, um Narrative des (kulturellen) Werdens zu verdrehen und neu zu gestalten. Der Fokus seiner Arbeit liegt darauf, mit den persönlichen, sozialen und politischen Peripherien als Texturen für das (Ent)Werden des Selbst zu spielen. Indem er die Verflechtung von Körper, Geist, Politik und Liebe innerhalb der Kunst durch den Einsatz von Materialien wie Bewegung, Stimme, Text und Textil einbezieht, sind seine Werke temporäre Immersionen, sowohl für die Performer als auch für das Publikum, in ein jenseitiges Denken, Fühlen und Beziehen.