Clément Viktorovitch
Die Kunst des Nicht-Sagens
In Fortsetzung seines Buches Le Pouvoir Rhétorique erscheint Clément Viktorovitch, Doktor der Politikwissenschaften, der sich um die Popularisierung auf France Info, Clique oder Quotidien bemüht, zum ersten Mal im Theater in einer beißenden Fiktion. Er verkörpert den Kommunikationsberater des Präsidenten der Republik, der, nachdem er brutal verdrängt wurde, Rache sucht. Seine Waffe? Eine Konferenz, in der er beschließt, alle Geheimnisse zu enthüllen, die sie benutzt haben, um die Macht zu erobern…
Durch dieses erste Solo-Stück tut Clément Viktorovitch mehr als nur Entschlüsselungswerkzeuge zu vermitteln: Er hinterfragt den Platz des Diskurses selbst in unserem politischen Leben. Wenn Worte ihres Inhalts beraubt werden, wenn Kommunikation sich auf eine Kunst des Nicht-Sagens reduziert, wie kann man sich dann noch eine Meinung bilden? Ist es überhaupt noch möglich zu debattieren? Und wenn das, was wir auf dem Weg verloren haben, einfach nur… der Sinn der Demokratie selbst wäre?