In einer Welt, in der alle Bäume gefällt, zu Brettern zersägt, zu Brennholz gespalten, zu Zahnstochern gemahlen, zu Zellstoff gepresst sind, spielt sich das Leben drinnen ab, zwischen Stein und Plastik.
Eines Tages hört ein Kind unter dem Boden ihres Zimmers ein seltsames Geräusch. Einen knackenden, raschelnden, pochenden Rhythmus. Es stellt sich als Baum heraus, dessen Zweige sich langsam durch den Beton zwängen. Der allererste Baum, den das Kind jemals sah.
Wenn große Maschinen drohen, den Baum wegzuholen, um Platz für ein ‚Luftreinigungszentrum‘ zu machen, muss das Kind wählen: schweigen oder in Aktion treten.
Michai Geyzen machte früher bei Laika ‚De passant‘, ‚Vuur/toren‘ und ‚HEROES‘, Vorstellungen, die auf der Ausdruckskraft von Bildern, Humor und Musik treiben. Die Themen, die er wählt, sind universell und berühren jeden Menschen, jung und alt: von der Suche nach ‚Zuhause‘ über die Angst, verlassen zu werden, bis zur Tragik des Heldentums.
Für diese neue Vorstellung suchte Michai Geyzen Inspiration bei verschiedenen Quellen. Da ist der Film ‚Children of Men‘ (2006), der in einer Gesellschaft spielt, in der seit zwanzig Jahren keine Kinder mehr geboren werden – mit der Folge allgemeiner Zerrüttung und totalem Chaos. Weiter gibt es das preisgekrönte Buch ‚Wat bomen ons vertellen‘ (Was Bäume uns erzählen) des Wissenschaftlers Valerie Trouet. Weil Bäume schon so viel länger existieren als der Mensch, lehren sie uns über unsere Geschichte und unsere Zukunft.
Diese Inspiration erhält Form in einem lebendigen Dialog zwischen dem letzten Baum und einem Kind. Es liefert ein bildendes, poetisches und musikalisches Abenteuer darüber, wie selbst ein Kind den Unterschied machen kann.
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