Die Vorstellung beginnt am Anfang. Das ist ziemlich logisch. Am Anfang zu beginnen ist immer nützlich, um folgen zu können. Die erste Szene wird daher die Eröffnungsszene sein, mit der die Vorstellung beginnt. Natürlich beginnt die Vorstellung erst, wenn sie begonnen hat. Der Anfang wird klar sein. Ein Anfang. So wie: ‚Start‘. Ja. So wird es sein. Und dann hat es begonnen.
Aber vorerst musst du noch ein wenig warten. Bis es beginnt. Auch wenn du selbst natürlich auch schon eine Weile dabei bist. Seit etwa neun Jahren. Oder acht. Oder zwölf. Oder fünfundsiebzig. Oder vielleicht hast du gerade das Gefühl, dass es einfach nicht beginnen will. Und dass du wartest. Bis es dann endlich da ist. Du weißt schon. Der echte Anfang. Wenn du später... Und auch größer...
Oder vielleicht sehnst du dich gerade nach einem neuen Anfang. Einem neuen Freund. Einer neuen Schule. Einem neuen Federmäppchen. Eines ohne Vergangenheit. Ohne Geschichte.
Und manchmal spürst du, dass Erwachsene plötzlich seltsam auf dich schauen. Mit einer glänzenden Träne im Auge. Dann streicheln sie plötzlich über dein Haar und sagen: ‚Ach, wäre ich doch wie du. Für dich muss alles erst noch beginnen.‘ Aber gibt es so etwas wie einen neuen Anfang? Ist ein weißes Blatt wirklich so weiß, wie wir es gerne hätten? Wie bestimmend ist ein Anfang für alles, was noch kommen soll?