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In die Tiefe: Live-Laboratorium klassischer Musik - J.S. Bach: Sonaten & Partiten Musik

In die Tiefe: Live-Laboratorium klassischer Musik - J.S. Bach: Sonaten & Partiten

So., 31. Jan. 2027 · 15:00
Theaterzaal, Aarschot
€3–15
„In die Tiefe. Das Live-Laboratorium der klassischen Musik.“ Nach dem Erfolg der vorigen Ausgabe von De Diepte In – mit berühmten Künstlern, die einen einzigartigen Einblick in ihr künstlerisches Laboratorium und besondere Instrumentensammlungen gaben – baut Musikerzähler Stef Grondelaers diese Saison weiter auf demselben Rezept. (Inter)nationale Top-Ausführende bringen Live-Musik von Bach, Schubert und Brahms und gehen mit Stef ins Gespräch über die Seele und das Mysterium großer Meisterwerke und über die (musikalische) Sprache, die diese Juwelen antreibt. Wir situieren die Musik in ihrem historischen Kontext, blättern durch Briefe von und an die Komponisten, zergliedern die Notation und betrachten außergewöhnliche Instrumente. Von der ersten Reihe aus erhalten Sie einen seltenen Einblick in das künstlerische Laboratorium unserer Gäste, mit Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Künstler persönlich zu treffen. Die Musiker lassen die Meisterwerke, die wir gemeinsam erkunden, zum Schluss live entstehen, sodass Einsicht und Hörerfahrung einander auf eine außergewöhnliche Weise vertiefen. „Du bist allein“ 31. Januar 2027 – J. S. Bach: Sonaten & Partiten – Emmanuel Resche-Caserta (Violine) Um 1720 schrieb Bach, neben seinen Cellosuiten, die ebenso rätselhaften Sonaten & Partiten für Solovioline. Auf dem Titelblatt notierte er Sei solo, wörtlich „sechs Solos“ auf Italienisch, aber ebenso „du bist allein“. Eine vielsagende Zweideutigkeit, die wunderbar zu dieser Musik passt. In diesen Werken steht der Geiger tatsächlich allein. Ohne Sicherheitsnetz, aber belastet mit der Aufgabe, eine vollständige musikalische Welt heraufzubeschwören. Das ist nicht nur eine technische Herausforderung – mehrere Stimmen und Linien hörbar machen auf einem Instrument – sondern auch eine existenzielle: Bedeutung geben an ein Mysterium, das nur teilweise notiert ist und erst in der Ausführung vollständig zum Leben kommt. Generationen von Musikwissenschaftlern haben sich über die mathematischen Symmetrien, verborgenen Strukturen und esoterischen Rätsel in diesen Werken gebeugt. In der berühmten Chaconne meinten manche, Bach als Mensch aus Fleisch und Blut um seine Frau Maria Barbara trauern zu hören. Wie faszinierend solche Fragen und Hypothesen auch sind, letztendlich verblassen sie bei dem, was sich jeder musikwissenschaftlichen oder philosophischen Erklärung entzieht: die menschenübersteigende Schönheit der Musik selbst. Wir unternehmen dieses großartige Abenteuer mit dem französisch-italienischen Geiger Emmanuel Resche-Caserta, einem der aufregendsten jungen Talente innerhalb der alten Musik. Er studierte in Paris und vervollkommnete sich in historischer Ausführungspraxis bei Spezialisten wie Enrico Onofri, François Fernandez und Monica Huggett. Seit 2017 ist er Konzertmeister des international berühmten Ensembles Les Arts Florissants van William Christie. In dieser Eigenschaft spielte er in der Opéra de Paris, dem Lincoln Center und der Brooklyn Academy of Music in New York. Außerdem leitet er regelmäßig Ensembles wie Le Poème Harmonique, A Nocte Temporis, Il Gardellino und Tiento Nuovo. Mit seinem eigenen Ensemble EXIT entwickelt er originelle Programme rund um selten aufgeführte Barockrepertoires, darunter Musik aus Süditalien und Rekonstruktionen historischer Konzertpraktiken. Seit 2019 spielt er eine Francesco Ruggeri-Violine aus 1675. „Ohne etwas zu sagen, gibt es auch nichts zu singen“ 7. Februar 2027 – F. Schubert: Lieder – Dietrich Henschel (Bariton) & Bobae Cho (Klavier) In seinem kurzen Leben schrieb Franz Schubert mehr als 600 Lieder, die das Genre einschneidend veränderten. Das Klavier begann bei Schubert eine viel aktivere Rolle zu spielen, nicht länger als Begleiter, sondern als dramatischer Partner, Stimmungsschöpfer und Kulissenmaler. Was Wat Schubert echt besonders macht, ist, dass er wie kein anderer begriff, dass das unterliegende Gedicht – seine Sprache, Klang, Grammatik und Bedeutung – der wahre Motor der Lieder ist: Die Musik folgt, verstärkt und enthüllt, was in den Worten beschlossen liegt. Ook Johann Michael Vogl, der Bariton, der Schuberts Lieder als erster interpretierte, wusste das nur allzu gut: Zu seinen Studenten sagte er immer „wenn Sie mir nichts zu sagen haben, haben Sie mir auch nichts zu singen“. Vogl ist natürlich nicht mehr da, aber wir sind stolz wie Oskar, dass der berühmte deutsche Bariton Dietrich Henschel Schubert für uns sprechen und singen lassen wird, und dass Sie Juwelen wie An die Musik, Ganymed, Gesänge des Harfners und Erlkönig in der am schönsten denkbaren Interpretation werden erleben können. De Duitse Bariton Dietrich Henschel genießt internationalen Ruhm als Opernsänger, Liedinterpret und Konzertsolist. Sein Durchbruch kam mit der Titelrolle in Busonis Doktor Faust, einer Produktion, die mit einem Grammy Award ausgezeichnet wurde. Er trat in großen Opernhäusern auf und baute ein vielseitiges Repertoire aus, von Monteverdi und Mozart bis Wozzeck und zeitgenössischen Kreationen. Komponisten wie Péter Eötvös, Unsuk Chin und Detlev Glanert schrieben Rollen speziell für ihn. Auf den Konzertpodien arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt und Sir Colin Davis. Eine besondere Liebe von Henschel ist das Liedrepertoire, in dem er zusammenarbeitete mit renommierten Pianisten wie Helmut Deutsch und Irwin Gage. De Zuid-koreanische Pianistin Bobae Cho entdeckte schon in jungem Alter ihre Leidenschaft für Klavier und machte mit zwölf Jahren ihr Solodebüt in der Kumho Art Hall in Seoul. Sie studierte in Seoul, Berlin, Leipzig und Hamburg, wo sie sich neben Soloklavier im Besonderen auf Kammermusik und Liedbegleitung legte. Seitdem trat sie auf in unter anderem der Berliner Philharmonie, der Frauenkirche in Dresden und diversen europäischen Musikstädten. Als vielseitige Pianistin arbeitete sie zusammen mit berühmten Sängern wie Bariton Dietrich Henschel. Momentan ist sie Repetitorin an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden und aktiv als freiberufliche Pianistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin. „Die Klarinette hat das letzte Wort“ 21. Februar 2027 – J. Brahms & F. Poulenc: Klarinettensonaten – Roeland Hendrikx (Klarinette) & Marie François (Klavier) Johannes Brahms stand kurz davor, in Rente zu gehen, als er den außergewöhnlichen Klarinettisten Richard Mühlfeld traf. Dessen warmer Ton und expressives Spiel brachten den Komponisten unerwartet wieder zum Schaffen und inspirierten ihn zu einer Reihe später Meisterwerke, darunter das Klarinettentrio, das Klarinettenquintett und zwei Klarinettensonaten. In diesen Sonaten klingt keine jugendliche Bravour mehr durch, sondern eine stillere, eingekehrte Welt voller Intimität, Zärtlichkeit und fast wehmütiger Lyrik. Ook Francis Poulenc fand in der Klarinette eine ideale – und letztendlich auch letzte – Sprechstimme. Zijn Klarinetsonate, vollendet kurz vor seinem Tod, verbindet Pariser Eleganz und spielerische Leichtigkeit mit Momenten plötzlicher Tiefgründigkeit und rührender Melancholie. Es gibt in Belgien keine besseren Partner als Roeland Hendrikx (lebe seine Farbe und rhetorische Kraft!) und Marie François, deren Spiel widerspricht und nuanciert, um diese Musik für uns spielend sprechen zu lassen, und sprechend singen zu lassen. De Belgische Klarinettist Roeland Hendrikx gilt als einer der führenden Klarinettisten seiner Generation, gerühmt für seine Präzision, Poesie und warmen, expressiven Ton. Als Solist trat er auf mit zahlreichen renommierten Orchestern, mit als Höhepunkt eine Mozart-Tournee mit dem London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Edward Gardner. Seine große Liebe für Kammermusik brachte ihn zusammen mit Musikern wie Severin von Eckardstein, Jan Michiels und Ensembles wie dem Doric Quartet, Danel Quartet und dem Berliner Philharmoniker Streichquintett. Seine vielgelobten Aufnahmen umfassen Werke von Mozart, Finzi, Bruch, Weber und Brahms. Von 1998 bis 2017 war er Soloklarinettist des Nationaal Orkest van Belgi«. Außerdem ist er Dozent an LUCA School of Arts Leuven und dem Conservatorium Maastricht. De Belgische Pianistin Marie François gilt als eine auffallende und vielseitige
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Veranstaltungsort
Theaterzaal
Gasthuisstraat 22, 3200 Aarschot
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