Présence et Action Culturelles - Générale, Brussels
Allzu oft werden Konflikte als Störungen wahrgenommen, die es zu vermeiden oder vor denen es zu fliehen gilt. Dabei sind sie in Wirklichkeit mächtige Offenbarer dessen, was uns ausmacht: unsere Bedürfnisse, unsere Verletzungen, unsere Grenzen, aber auch unsere Wünsche nach Bindung, Anerkennung und Gerechtigkeit. Konflikten ins Auge zu sehen und zu akzeptieren, sie zu durchschreiten, ist ein radikaler und mutiger Akt, der intime und gesellschaftliche Transformationen ermöglicht. Diese Schulung behandelt die grundlegenden Konzepte und Praktiken des Umgangs mit zwischenmenschlichen Konflikten, aber auch in assoziativen und/oder aktivistischen Milieus, die gleichermaßen von klassistischen, sexistischen, rassistischen und kolonialen Herrschaftsverhältnissen durchzogen sind.\n\nZielgruppe:\nFachleute aus dem sozialen und kulturellen Sektor, Vertrauenspersonen innerhalb von Vereinen, jede Person, die eine Handlungsmacht bei zwischenmenschlichen und kollektiven Konflikten entwickeln möchte.\n\nTrainerinnen:\nSophie Hustinx ist Juristin und Mediatorin, engagierte Aktivistin für die Entwicklung von Reflexion und Praktiken der „transformativen Gerechtigkeit“, sie bildet in Mediation mit einem spezifischen Ansatz zu systemischen Herrschaftsverhältnissen aus. Sie praktiziert Konfliktmanagement in allen Arten von Milieus (Krankenhaus, Vereine, Kollektive, Familienplanung, künstlerisches Milieu, Aktivismus usw.) seit 15 Jahren.\nOlivia Welke, Animatorin und Moderatorin, arbeitet seit etwa zwanzig Jahren im Bereich der Erwachsenenbildung. Sie ist Koordinatorin der Schulungen bei PAC. Sie wurde von Sophie Hustinx in Mediation ausgebildet. Gemeinsam gründeten sie 2025 das Kollektiv für transformative Gerechtigkeit „Kabane“, das sich mit Konflikt-, Krisen- und Gewaltsituationen befasst.