Jelle Denturck kennen Sie als Frontmann von DIRK., mit dem er nach eigenen Worten „in den letzten Jahren schön viel Lärm gemacht hat“. Aber eigentlich hält er sich für einen großartigen Softie, mit einem Plattenregal voller melancholischem Indie-Pop und Rock: Bowie, Beatles, Lou Reed, Elton John, Nina Simone, Anohni & The Johnsons, Sufjan Stevens, Perfume Genius, Wilco, Tobias Jesso Jr. ... in Denturck verbirgt sich eindeutig eine Seite, die bei DIRK. nicht leicht nach außen dringt. Da war es seiner Meinung nach jetzt mal Zeit für geworden. Als Dressed Like Boys wollte er Songs schreiben und eine Platte machen, die ganz ihm gehören. Nicht um daraus einen Egotrip zu machen, sondern zur Selbsterforschung. Denturck singt über die Suche nach seiner persönlichen Freiheit, über seine liebsten Freunde, seine Homosexualität und Beziehung, geht aber auch hässlichen Themen wie Gaybashing nicht aus dem Weg. Persönlicher und zerbrechlicher wird es nicht. Musikalisch sickert das oben genannte Plattenregal unbestreitbar durch, und der Sound von Dressed Like Boys greift vor allem auf die 70er Jahre zurück. Die lotst Denturck mit Tonbandgeräten, (echten!) Streichern, Wurlitzern, Rhodes, Keksdosen-Drumsounds und einem schönen Wiedersehen mit dem (Flügel-)Klavier, dem ersten Instrument, auf dem er als Kind spielen lernte, ins 21. Jahrhundert. So gerne Denturck auch Lärm mit DIRK. macht, mit Dressed Like Boys kann er den Lautstärkeregler ein bisschen mehr nach links drehen für einen offenen Blick in seine Seele. support: Ciska Ciska Ciska Ciska ist das Projekt rund um die Singer-Songwriterin Ciska Dhaenens aus Gent, die eine zerbrechliche Kraft in unwirklich schöne Songs zu legen weiß. Mit subtilen Gitarren und sparsamem Klavier, beherrschten Drums und goldener Stimme zieht sie den Zuhörer in ihre Gefühlswelt, wo sie sich unerschrocken verletzlich zeigt.