Hamlet à vif in einer zeitgenössischen, beunruhigenden und blutigen Neuinterpretation. Prix Maeterlinck der besten Vorstellung 2025.
Reprendre Hamlet „ohne Verschwendung von Mitteln, noch Großsprecherei“. Christophe Sermet signiert eine radikale Adaption der Tragödie von Shakespeare, erarbeitet mit der Autorin Caroline Lamarche basierend auf dem englischen Originaltext, von dem sie die ganze fleischliche Kraft bewahren.
Adrien Drumel verkörpert einen fiebrig klaren Prinzen, der vom Geist seines Vaters mit einer unmöglichen Anweisung beauftragt wird: rächen, ohne sich zu korrumpieren. Auf einer treibenden Bühne betrachtet sich das Theater selbst in einer Meta-Vorrichtung, während der junge Mann sich der Inszenierung hingibt, um den fatalen Ausgang hinauszuzögern. Mit diesem kathartischen Vorschlag gräbt Christophe Sermet die Mechanismen der Macht und Gewalt in einem rohen Realismus aus – Hämoglobin inklusive –, den das Theater normalerweise auf Distanz hält. Hamlet setzt sich als eine gewagte Vorstellung durch, die auch während ihrer Tournee in Wallonien zu verfolgen ist.
Création Studio Théâtre National Wallonie-Bruxelles
En Zusammenfassung
Eine aktuelle und intensive Version einer der größten Tragödien.
Hamlet will den Tod seines Vaters rächen.
Er zweifelt, reflektiert und kämpft gegen sich selbst.
Die Erzählung zeigt die Gewalt in einer realistischen Inszenierung.