OLA TUNJI OLA TUNJI ist ein Quartett aus Brüssel, das sich um die Saxofonistin Ornella Noulet in einer geteilten Hingabe an den spirituellen Jazz von John Coltrane vereint hat. Ihre Musik atmet die Intensität und Offenheit der New Thing-Bewegung aus den sechziger Jahren, die Strömung, die später als Free Jazz Bekanntheit erlangte. Ihr Name ist eine Hommage an Babatunde Olatunji, den in Nigeria geborenen Perkussionisten und guten Freund von John Coltrane. Er führte afrikanische Perkussion beim Jazzpublikum in den USA ein und formte die rhythmischen und spirituellen Dimensionen des Jazz der sechziger Jahre mit. Tief inspiriert von großen Meistern des Free Jazz wie Pharoah Sanders, den Coltranes und Albert Ayler, umarmt die Gruppe Improvisation als einen politischen und spirituellen Akt. Auf der Bühne entwickeln ihre Konzerte oft eine tranceartige Intensität, die sowohl Musiker als auch Publikum zu einem geteilten Gefühl der Erhebung mitnimmt. Ihre Musik erinnert daran, dass Jazz immer noch ein Medium für Liebe, Brüder- und Schwesterlichkeit und kollektive Erhebung sein kann. Ihre erste Veröffentlichung, Untitled EP (27. September 2024), wurde allgemein gelobt, in Kanada, den USA, Japan, Belgien und Frankreich gespielt und in All About Jazz, Citizen Jazz und Bandcamps Spiritual Jazz Revival-Sektion erwähnt. Im Sommer 2025 gewann OLA TUNJI sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis auf Gent Jazz Talent, sowie den Wettbewerb des Avignon Jazz Festival, wo Ornella Noullet zudem den Best Soloist Award mit nach Hause nahm. Nach diesem Erfolg bereitet die Band nun sein Debütalbum vor, das im Herbst 2026 auf W.E.R.F. Records veröffentlicht wird. Top of Form In Zusammenarbeit mit Jazzlab. Ornella Noulet (Saxofone, Perkussion) Egon Wolfson (Drums, Perkussion) Oscar Teruel (Klavier) Anthony Jouravsky (Kontrabass) Stann Etudes for Cornet & Electronic Tegenover der spirituellen Exploration von OLA TUNJI steht das Soloprojekt Stann van Stan Nieuwhuis, auch wenn es auf eine ganz andere Weise eine musikalische Suche ist. Mit einem Kornett und elektrischen Pedalen baut er Schicht für Schicht ein Ein-Mann-Brassorchester, das er vollständig selbst zum Leben erweckt. Ausgehend von der reichen Tradition der Kornett-Etüden – von Arban bis Vizzutti – platziert er dieses klassische Studienmaterial in einen zeitgenössischen Kontext. Für diese erste Reihe arbeitet er mit dem Particle 2 Granular-Delay-Pedal von Red Panda, das das Kornett in ein Klanglabor voller unerwarteter Texturen und rhythmischer Verschiebungen transformiert. So wird die Etüde mehr als eine Übung: eine Entdeckungsreise zwischen Disziplin und Experiment, wo Virtuosität und Vorstellungskraft ständig ineinanderfließen. Das Ergebnis ist eine intime, aber zugleich mitreißende Aufführung, die den Zuhörer ständig überrascht. Met Etudes for Cornet & Electronics bringt Stann einen frischen Wind in das Feld zeitgenössischer Musik und er kreiert ein Konzerterlebnis, das sowohl Kenner als auch neugierige Ohren ansprechen wird.