Ein junger Mann versucht zu entschlüsseln, was an den Wurzeln seiner Identität liegt. Keine Wahl, man muss den Faden der Zeit zurückverfolgen, den Erzählungen von früher zuhören, denen, die die Existenz seiner eigenen Geschichte ermöglicht haben. So orchestriert er die Begegnung, getönt von Onirismus, seiner Großmütter. Eugénie und Clairette: zwei Frauen, die alles trennt, deren Wege sich im wirklichen Leben kaum gestreift haben. Aber nun nimmt ihr Enkel die Familiengeschichte in Besitz, nun ruft er Eugénie und Clairette zusammen und provoziert die Kollision ihrer Welten. Die Worte lösen sich nach und nach: sie verflechten sich, klingen falsch, stimmen im Chor an, erstaunen.
In der Küche von Eugénie, dem Schauplatz dieses zeitlosen Dialogs, sind wir eingeladen, allen Worten zuzuhören, auch denen, die schwer auszusprechen sind.
„Loin de Linden“ ist ein Text von seltener Intensität. Die Feder von Veronika Mabardi nimmt uns mit auf eine große Reise voller Menschlichkeit.