Von und mit Geneviève Damas
„Der Unterschied zwischen den Frauen in der Familie meiner Mutter und denen in der Familie meines Vaters liegt darin: Bei meinem Vater glauben sie an ihre Arbeitskraft. Wenn das Geld knapp wird, wissen sie, dass sie in der Lage sind, welches zu schaffen. Sie lassen das Geld zirkulieren. Bei meiner Mutter bestätigt die Mitgift ihre Unfähigkeit. Frauen sind hübsche, zerbrechliche Dinge, die unfähig sind, für ihre Bedürfnisse zu sorgen. Geld beunruhigt sie.“
Auf der Bühne erzählt uns Geneviève Damas die Geschichte einer Familie, die Werte, die zwischen Generationen weitergegeben werden, das Ungesagte, das Geld und die Sorgen, die es hervorruft. Diese Geschichte ist ihre Geschichte. Diese Familie, ihre eigene.
Sie macht uns das Geschenk, uns in ihre Intimität mitzunehmen, ganz einfach. Mit einigen Projektionen alter Familienfotos geht sie den Faden der Jahre zurück und erzählt uns von ihrer universitären Großmutter, ihrem Großvater, der vom Krieg gezeichnet war, der Mitgift, die ihre Mutter ihr anbot, der Bibliothek ihres Vaters…
Nachdem sie uns mit ihren früheren Kreationen (Quand tu es revenu, La Solitude du mammouth, Perfect Day…) verwöhnt hat, kehrt Geneviève Damas mit einem pikanten Spektakel im Modus des Vertrauens zurück. Mit dem Talent, das wir von ihr kennen, entwirrt sie die Fäden ihrer Familiengeschichte, um besser zu verstehen, wer sie heute ist und wie ihr Verhältnis zum Geld ist.
Respire ist eine wahre Geschichte. Er erzählt, wie unser Leben mit anderen Leben verwoben ist. Wie mein Verhältnis zum Geld direkt mit der Art und Weise verbunden ist, wie die Familie meiner Mutter den Krieg überstanden hat. (…) Es ist eine kleine Geschichte, die von der großen zertrümmert wurde.
Donnerstag, 1. April 2027
20 Uhr
Gemeindesaal von Quenast
18€ - 15€ (unter 26 Jahren) - Art.27