Kombikonzert: Cité Moderne: Pioniere des modernen Wohnens
Sa., 3. Okt. 2026 · 15:00
Cité Moderne, Brussels
€16
Wussten Sie, dass die Cité Moderne in Sint-Agatha-Berchem eines der ersten Experimente in Europa war, bei dem modernistische Architektur im sozialen Wohnungsbau angewendet wurde? Zwischen 1922 und 1925 entwarf der Architekt Victor Bourgeois dieses Viertel als radikale neue Vision des Wohnens: helle, funktionale Wohnungen kombiniert mit einer durchdachten Stadtbaukunst. Auf hügeligem Gelände gelegen, bot das Viertel Arbeitern und Mittelschichtfamilien ein gesundes und geräumiges Lebensumfeld mit Augenmerk auf Licht, Luft und Grün. Während dieses geführten Spaziergangs entdecken Sie, wie Bourgeois den Modernismus in ein konkretes, lebenswertes Viertel übersetzte, das bis heute eine Vorbildfunktion innehat.
Funktionales Wohnen und straffes Linienspiel
Die Straßen und Alleen der Cité Moderne sind mit einem Rhythmus entworfen, der sowohl Offenheit als auch Zusammenhalt schafft. Die Wohnungen fallen durch ihre kubistischen Volumina, Flachdächer und großen Fenster auf, die reichlich Tageslicht einlassen. Bourgeois kombinierte innovative Bautechniken mit sozialen Prinzipien: gemeinschaftliche Wege und Begegnungsräume stärkten das Gemeinschaftsgefühl. So entstand ein Viertel, das sowohl visuell modern als auch praktisch lebenswert ist und noch immer als eines der einflussreichsten Beispiele des belgischen Modernismus gilt.
Heute bietet ein Spaziergang durch die Cité Moderne einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des modernen Wohnens. Das Viertel steht bald vor einer großflächigen Renovierung, bei der die originalen architektonischen Merkmale erhalten bleiben und gleichzeitig die Wohnungen an zeitgemäße Wohnstandards angepasst werden. So bleibt die Vision von Victor Bourgeois lebendig und relevant.