Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära. Kein schöner Ort. Das Alte wird zerstört werden und niemand weiß, was an die Stelle tritt. Die demokratischen Regeln bringen Autokraten an die Macht, Demonstrationen haben keinen Effekt.
Unterdessen fühlen wir die Folgen, sehen wir die Bilder. Ein lähmendes Gefühl der Machtlosigkeit lässt den Mut in die Schuhe sinken. Wir lernen zur anderen Seite zu schauen.
Aber unterdessen leben unsere individuellen Leben sich aus. Wir machen Karriere. Gehen mit Menschen ins Bett. Es kommen Kinder. Die müssen zur Schule. Sie können nicht mit. Sie erweisen sich als ADHS zu haben, Autismus, Hochbegabung, oder… whatever. Es sind einfach seltsame Kinder heutzutage.
Und dann ist da noch die sexuelle Orientierung von jedem. Untreue! Wir versuchen eine offene Beziehung, aber es funktioniert nicht wirklich. Also fühlen wir auch in unseren individuellen Leben das Unbehagen der Schwelle. Der eine will weiter mit der Evolution, der andere will zurück in eine gute alte Zeit. Und die Geschichte? Sie rast fort.
In der Theatervorstellung „Moeder Theresa was razend“ stehen vier Individuen an der Schwelle. Und das ist schrecklich lästig, urkomisch und berührend, wie das Menschenleben im Wesen schon immer gewesen ist.