Im Frühjahr 2024 zog Sara Salvérius in das Wohn- und Pflegezentrum Clos Bizet in Anderlecht. Auf Anfrage des Klarafestivals blieb sie dort eine Woche in Residenz. Sie traf die Bewohner, hörte sich ihre Geschichten an und arbeitete an neuer Musik. So entstand „Verhalen zonder woorden“, eine Reihe intimer Kompositionen für Akkordeon und Klarinette, in denen die Leben einer Generation nachklingen, die allzu oft nicht mehr gehört wird. In Begleitung des Klarinettisten Jean-Philippe Poncin tourt Sara mit „Verhalen zonder woorden“ durch große Bühnen, kleine Säle, Wohnzimmer und Wohn- und Pflegezentren. Zwischen der Musik erzählt sie von den Menschen, die ihr ihre Lebensgeschichte anvertrauten: ein Dichter, der seine Worte verliert, ein Paar mit einer beeindruckenden Sammlung an Kuscheltieren, ein Mann, der sich nach einem Schlaganfall kaum noch bewegen kann. Wie sehr diese Begegnungen unter die Haut gingen, ist in der Musik hörbar: manchmal verletzlich und melancholisch, aber ebenso begeistert und voller Lebenslust. Der charakteristische Klang der Klarinette verschmilzt mühelos mit der wehmütigen Klangfarbe des Akkordeons. Saras durchlebte Kompositionen und die feinfühligen Improvisationen von Jean-Philippe Poncin erweisen den reichen, geschichteten Leben der Bewohner von Clos Bizet alle Ehre. Akkordeon & Komposition Sara Salvérius - Klarinette & Bassklarinette Jean-Philippe Poncin - Foto Johan Jacobs