Kapelleveld: eine Utopie zwischen Art Déco und Modernismus
Sa., 6. Juni 2026 · 10:00
Devant l’église Notre-Dame de l’Assomption (métro Vandervelde), Brussels
€10–15
Die 1922 begonnene Siedlung Kapelleveld kann sich zweier Besonderheiten rühmen: Es ist die einzige Brüsseler Gartenstadt, die sich vorrangig an intellektuelle Arbeiter richtet, und die einzige, die von einer Mietergenossenschaft katholischer Inspiration initiiert wurde. Ihr Bau erstreckte sich über mehrere Phasen, von den 20er bis zu den 70er Jahren, aber es war vor allem in der Zwischenkriegszeit, dass die Siedlung ihre Blütezeit erlebte.
Wie beim Logis-Floréal ist es Louis Van der Swaelmen, der den Bebauungsplan des Viertels zeichnet, während die Realisierung der Häuser vier Architekten der modernen Bewegung anvertraut wird. Antoine Pompe, Huibrecht Hoste, Jean-François Hoeben und Paul Rubbers entwerfen so mehr als 400 Wohnungen verschiedener Typologien, vom kubischen Pavillon bis zu Doppelhäusern, die von der Amsterdamer Schule inspiriert sind. Die Siedlung Kapelleveld ist somit der Ort für das Experimentieren mit neuen architektonischen Kanons, aber auch mit neuen Bautechniken, wie in der Siedlung von La Roue in Anderlecht.
Zwischen diesen Bauten haben Grünflächen einen hohen Stellenwert: Fassadengärten und Gärten im Inneren der Blöcke, Gassen, baumbestandene Arterien, Spielplätze und kleine Plätze rhythmisieren das Ganze. Die ARAU lädt Sie ein, diese Gartenstadt mit ihrem so besonderen Stil zu entdecken, Ihnen aber auch zu zeigen, wie diese im Laufe der Zeit durch andere Ensembles ergänzt wurde.