Lilia lebt mit ihrer Freundin in Paris. Als ihr Onkel unerwartet und unter mysteriösen Umständen stirbt, reist sie zur Beerdigung zurück nach Tunesien. Dort trifft sie ihre Familie, die nichts von ihrem Leben in Paris weiß. Her French Freundin ist mitgekommen, bleibt aber in einem Hotel, damit Lilia die Art ihrer Beziehung geheim halten kann. Entschlossen, das Geheimnis um den plötzlichen Tod ihres Onkels zu lüften, wird Lilia mit Familiengeheimnissen in einem Haus konfrontiert, in dem drei Generationen von Frauen zusammenleben. In ihrem dritten Spielfilm balanciert Regisseurin Leyla Bouzid perfekt zwischen zwei Handlungssträngen: dem intimen Porträt einer jungen Frau, die mit ihrem Doppelleben kämpft, und der zurückhaltenden Detektivgeschichte um den Tod ihres Onkels, der anscheinend ebenfalls jahrzehntelang ein verborgenes Leben führte. Ein zärtlicher und doch ernüchternder Blick auf die Position der LGBTQ+-Gemeinschaft in einem Land, in dem Homosexualität von vielen muslimischen Familien nicht nur als Schande angesehen wird, sondern auch gesetzlich strafbar ist. REGIE: LEYLA BOUZID; GENRE: SPIELFILM; BESETZUNG: EYA BOUTERAA, HIAM ABBASS, MARION BARBEAU; 2026; TUNESIEN; 1H 53; ARABISCH UND FRANZÖSISCH GESPROCHEN, NIEDERLÄNDISCHE UNTERTITEL