Eine Schwester und zwei Brüder kommen in dem Haus zusammen, in dem ihr Vater im Sterben liegt. Während sie wachen, ziehen sie Bilanz über ihre gehetzten Leben. Dem Wahn des Tages kurz entkommen, schimmert das ungezwungene Zusammensein ihrer Jugend wieder durch. Aber was bleibt von dem übrig, was sie als Kind miteinander teilten?
Testament ist eine Vorstellung über bedingungslose Familienbande und unvermeidliche Bruchlinien, über die Dynamik von Familien und darüber, was wir einander, gewollt oder ungewollt, hinterlassen. Denn ein Erbe ist mehr als Geld.
Regisseur Peter Monsaert bringt seinen Blick auf Familien und verborgene Geschichten ins Theater und tut das mit Janne Desmet, Titus De Voogdt und Dominique Van Malder: drei Spielern, die für ihre entwaffnende Ehrlichkeit und ihre Fähigkeit bekannt sind, Schmerz mit Lachen zu lindern.
'Testament' erkundet thematisch keine neuen Pfade, aber dank des scharfen Auges von Filmregisseur Peter Monsaert und drei Klasseleuten von Schauspielern bezwingt dich das Stück doch von Anfang bis Ende. Die Schmuddeligkeit des Lebens, gefasst in zwei Stunden ansteckendem Spielfreude.
(Pieter Martens, Etcetera, 25.03.2026)