Der Traum vom Abenteuer beginnt oft in der Kindheit.
Vielleicht ist es das, was uns am meisten verbindet.
Unsere Kindheitsseele, die mächtigste, die prägendste, diejenige, die uns erhebt, die uns von Anfang an gekannt hat,
die alles gesehen, alles gefühlt hat und die einzige bleibt, die uns wirklich versteht.
Durch sie haben wir gelernt zu denken, zu fühlen, uns auszudrücken. Mit ihr wanderten wir durch ferne Zeiten und imaginäre Orte.
Luciens Seele machte sich auf, allein zum Gipfel des Berges zu wandern. Konfrontiert mit unzähligen Abenteuern grafischer Akkulturation durch verschiedene künstlerische Einflüsse, wie die von Don Rosa, Robert Moreau oder Jean Giraud.
Obwohl diese Welten einer anderen Zeit angehören, bleiben sie im Geiste nah und hallen durch seine Arbeit wider.
Diese frühe Stimme folgt ihm immer noch und führt seine Hand. In seinen Kreationen erscheinen Spuren anderer Illustratoren, neu interpretiert, neu geformt.
Lucien malt und baut aus Materialien, die ein früheres Leben gelebt haben, Gips, recyceltes Holz, Baustellenreste.
Das Machen entfaltet sich durch einen multikonstruktiven Prozess; physisch, narrativ und menschlich.
Diese Entscheidungen sind sicherlich alles andere als zufällig, sondern vielmehr eine sorgfältige Anordnung raffinierter Techniken, die Schicht für Schicht einen einzigen, tiefgründigen Diskurs aufbauen. Rohe Texturen treffen auf lebendige Farben und klare Linien und skizzieren einen Raum irgendwo zwischen der Spontaneität der Kindheit und der Struktur des Erwachsenenlebens.
Jedem sein eigenes Abenteuer, aber vielleicht trägt jedes Werk eine kleine Brise von uns selbst in sich.
Amaury Preumont