Ensemble CHAKÂM
Musik
An der Schnittstelle zwischen persischer, arabischer und barocker Musik vereint Ensemble Chakâm, was im literarischen Persisch „Gedicht“ bedeutet, das Târ von Sogol Mirzaei, die Gambe von Marie-Suzanne de Loye und das Qanun in einem Dialog von großer Finesse. Drei Universen, drei Wege, drei Erben treffen sich, um eine Musik zu erfinden, die gleichzeitig verwurzelt und zutiefst zeitgenössisch ist.
Ihr Repertoire stützt sich auf die gelehrten Traditionen des iranischen Radif, des arabischen Maqâm und der westlichen Alten Musik, schließt sich aber niemals darin ein. Die originellen Kompositionen und Improvisationen eröffnen einen freien, vibrierenden Raum, in dem sich die Rhythmen intensivieren, die Melodien entfalten, die Saiten miteinander sprechen und manchmal in einem einzigen Atemzug verschmelzen.
Im Herzen dieser Musik gibt es Geschichten von Aufbrüchen, von zu früh verlassenen Ländern, von Nostalgie, von Entwurzelung, aber auch eine enorme Vitalität: die der Begegnung, der Entdeckung, der Erneuerung. Chakâm lässt dieses fragile Gleichgewicht zwischen dem „Ich“ und dem „Wir“, zwischen dem intimen Gedächtnis und dem kollektiven Schwung hören.
Getragen von brillanten Musikerinnen komponiert Ensemble Chakâm einen seltenen, delikaten und kraftvollen Klanghorizont, in dem die Traditionen miteinander kommunizieren, ohne sich zu vermischen, und in dem jede Note eine gemeinsame Erde zu suchen scheint.
Sélection Officielle Womex 2024
Lauréates du Prix der Musiques d’Ici 2023
Preisträgerinnen ICART Sessions 2021
Crédits
Sogol Mirzaei (Frankreich, Iran) Târ
Marie-Suzanne de Loye (Frankreich) Gambe
Rimonda Naanaa (Syrien) oder Eleanna Pitsikaki (Griechenland) Qanun