„Dry Leaf“, einer der großen Preisträger des Filmfestivals von Locarno 2025, ist ein filmisches Erlebnis, das im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig ist: ein Film, den sich nur der Regisseur Alexandre Koberidze hätte ausdenken können.\nLisa, eine Fotografin, die verlassene Fußballplätze fotografiert, ist verschwunden, was ihren Vater Irakli – verkörpert von Koberidzes eigenem Vater – dazu bewegt, sich auf eine Reise mit Levani, Lisas unsichtbarem Freund, zu begeben. Während sie die grünen Landschaften Georgiens durchqueren und eine zufällige Begegnung nach der anderen haben, verwandelt sich der Film in eine magische und hypnotische Reise. Die körnigen Bilder, gefilmt mit einem alten Sony Ericsson-Telefon, erhalten einen malerischen und impressionistischen Glanz und werden durch einen betörenden Soundtrack bereichert, der vom Bruder des Regisseurs komponiert wurde. So wird Dry Leaf zu einem intimen Familienporträt und einer Meditation über das Verschwinden und das Loslassen.\nAlexandre Koberidze, geboren in Tiflis, studierte Regie an der German Film & TV Academy de Berlin. Während seines Studiums realisierte er mehrere erfolgreiche Filme, angefangen mit seinem Kurzfilm Colophon (2015) und 2017 seinem ersten Langfilm Let the summer never come again, der zahlreiche Preise auf verschiedenen Festivals auf der ganzen Welt gewann, darunter den Grand Prix beim FID in Marseille. Sein Abschlussfilm, What Do We See When We Look at the Sky?, wurde 2021 auf der Berlinale uraufgeführt, wo er den FIPRESCI-Preis erhielt.