1953. Girolamo Santocono ist 5 Jahre alt. Mit seinen Eltern und Tausenden anderen verlässt er seine italienische Heimat für Morlanwelz, in Belgien. Durch seinen Kinderblick ist die Bergbaustadt ein Paradies und der Himmel nicht so grau, wie man sagt. Dennoch nimmt er im Hintergrund die Probleme der Erwachsenen wahr: die Minenunfälle, die Entwurzelung, die Desillusionierung... Drei Schauspieler erzählen die Geschichte von Santocono: die einer Einwanderung, eines Generationenkonflikts, eines Rassismus, der sich verschiebt, und eines Europas, das sich für unbesiegbar hielt.
Rue des Italiens ist die Theateradaption des gleichnamigen Romans von Girolamo Santocono, eine autobiografische Erzählung, in der der Autor uns in das Leben eines Kindes aus der Einwanderung eintauchen lässt. Das Erlebte erinnert an markante Ereignisse der Arbeitergeschichte wie die Tragödie von Bois du Cazier im Jahr 1956 und den Generalstreik im Winter 1960.
Es beleuchtet auch die Wunden, die durch den Unterschied und den Rassismus in all seiner Dummheit und Ignoranz verursacht werden. Ein Eintauchen voller Appetit in die Vergangenheit, um die Gegenwart mit weit offenen Augen anzugehen...
Adaption und Inszenierung Iacopo Bruno – Dramaturgie und Inszenierung Lara Ceulemans – Avec Pietro Pizzuti, Berdine Nusselder, Jessica Fanhan – Szenografische Kreation Clément Losson – Kostümkreation Rita Belova – Lichtkreation Renaud Ceulemans – Musikalische Kreation Dario Bruno – Dekorationskreation Filippo Cavinato, Zoé Ceulemans und Benoît Vanderyse – Musikalische Leitung Dario Bruno – Technische Leitung Benoît Vanderyse
Coproduction MARS – Mons arts de la scène, Théâtre des Martyrs, La Coop und Shelter Prod.
Mit Unterstützung der Fédération Wallonie-Brüssel – Allgemeine Verwaltung der Kultur, Generaldienst der künstlerischen Kreation, Direction du Théâtre, Commission Arts Vivants, von Tax Shelter.be, ING und dem Tax Shelter du Gouvernement belgischen Föderalstaat.