Lange vor der russischen Invasion im Jahr 2022 gab es bereits Krieg in der ukrainischen Frontstadt Mariinka. Inmitten des Krieges wird ein vielversprechendes Box-Talent ein militärischer Sanitäter, schmuggelt ein Mädchen unerwartete Waren über die Frontlinie, um zu überleben, und kämpfen zwei Brüder nun auf beiden Seiten der Frontlinie – gegeneinander –, während ihr jüngster Bruder sicher weit weg vom Krieg bei einer Adoptivfamilie in der Verenigde Staten lebt. Pieter-Jan De Pue registrierte zehn Jahre lang das langsame Verschwinden einer Stadt, aber auch das heftige, tragische Durchhaltevermögen derer, die sie einst ein Zuhause nannten.\n\nCommentaar
Regisseur Pieter-Jan De Pue stand exakt 10 Jahre nach seinem Debüt, dem renommierten The Land of the Enlightened, erneut auf dem DOCVILLE. So lange dauerte es, das epische Mariinka zu machen. Mittels Briefen, Videoanrufen und stillen Begegnungen entfaltet sich eine Geschichte über Verbundenheit, nationale Loyalität und die Bruchlinien, durch die politische Konflikte sogar Blutsverwandtschaften übertrumpfen können. De Pue beweist sich mit seinem Nachfolger erneut als ein außergewöhnlicher Erzähler und Filmemacher, der zeitlose Themen in einer harten gesellschaftlichen Realität zu verankern weiß, mit einer Eröffnung auf dem DOCVILLE sowie CPH:DOX zur Folge. Der Film wurde während der Abschlusszeremonie des DOCVILLE dann auch zu Recht von der Jury zu Beste Belgische Documentaire gekürt.\n\nPresse\n\n''Wanneer De Pue die mächtigen Bilder für sich sprechen lässt, und das ist glücklicherweise sehr oft, bekommt seine Dokumentation das Flair einer niederschmetternden Tragödie. Angela, die mit ihrem Fahrrad durch die zerstörte Landschaft irrt, während die leuchtenden Spuren der überfliegenden ballistischen Raketen den Abendhimmel erhellen: ein gleichzeitig beängstigendes, apokalyptisches und unwirklich schönes Tableau.'' - Humo