Der Anthropologe Maurice Godelier schätzt, dass alle Gesellschaften sich auf einer doppelten Differenz organisieren: der der Generationen und der der Geschlechter. Gegebenenfalls haben wir Fragen an uns selbst über unsere zeitgenössischen westlichen Gesellschaften, die diese beiden Differenzen auf neuartige Weise behandeln. Ist es deshalb, dass sich die Polarisierungen verstärken? Dass politische, religiöse und andere Radikalisierungen proliferieren? Dass die Übergangsriten von der Kindheit zum Erwachsenenalter endlosen Adoleszenzen Platz gemacht haben? Dass die Meinung zwischen populistischer Emotion gegenüber bestimmten „Opfern“ und totaler Gleichgültigkeit gegenüber anderen schwankt? Etc.
Was können wir tun, in unserem Maßstab, als Akteure der Gesundheit, der Bildung, der Sicherheit, des sozialen Zusammenhalts, um diese Abgleitungen zu verhindern? Mangels aller Antworten werden wir versuchen, die Fragen angemessen zu stellen, und wie wir es uns angewöhnt haben, werden wir sie in konzentrischen Kreisen stellen, auf individueller, zwischenmenschlicher, gruppenbezogener und kollektiver Ebene.
Wir werden unsere Redner/innen, Alexandre Dachet, Isabelle Duret, Serge Escots, Olivia Gazalé, Pascale Jamoulle, Myriam Leroy und Jean-Claude Maes bitten, den konkreten Illustrationen viel Platz einzuräumen, um den Akteuren vor Ort Arbeitswege zu geben. Wir werden auch von einer Theateraufführung profitieren.