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STRICKWAREN Theater

STRICKWAREN

Di., 16. Feb. 2027 · 20:00
Mouscron
TRICOTS\nObjekttheater\n+ 8 Jahre\nEine Geschichte von Erinnerungen, die jucken\nCie des gens comme tout le monde / von Marjorie Blériot\nWie ein modernes, lustiges und grausames Märchen entrollt diese Show den Faden eines initiatischen Weges: der einer Frau, die an der Schwelle zum Alter angekommen ist und versucht, mit ihrer Familiengeschichte anzuknüpfen, indem sie Stricken lernt.\nMais Iris kann nicht stricken.\nUnd sobald sie am Faden zieht, kommt alles zurück: die Kindheit inmitten der Schafe, die Erinnerungen, die jucken, die Erbschaften, die man loswerden wollte, die verlorenen Illusionen, die Bilder von sich selbst, die man aufgebaut hat, um zu gefallen oder um zu überleben. Es gibt die Familie, die Übertragung, das, was man ablehnt, um erwachsen zu werden, und diesen seltsamen Moment im Leben, in dem man sich fragt, ob am Ende nicht alles wegzuwerfen war.\nEs gibt auch die Liebe. Die Liebe als Versprechen, als Trugbild, als Unfall. Zuerst Gérard, dann der Aufbruch in die Stadt, wo Iris Raùl trifft, einen 100 % synthetischen Vorstadt-Traumprinzen. Indem sie glaubte, sich selbst zu finden, verlor sie sich im Blick der anderen, in den Aufforderungen, zu entsprechen, zu verführen, ein akzeptables Bild von sich selbst zu werden.\nAuf der Bühne geht alles von einem Objekt aus: ein Tisch, ein Nähkästchen, ein Nähschrank, der sich öffnet, entfaltet, verwandelt. Falltüren, Schubladen, Teleskopstangen, Haken: Bei jeder Öffnung erscheint ein neues Fragment der Erzählung. Das Objekt wächst mit der Geschichte, dringt nach und nach in den Spielraum ein, schafft Überraschungen, Verschiebungen, unerwartete Bilder.\nDie Inszenierung spielt mit der Wolle wie mit einem Faden der Erinnerung. Ohne jemals die Illustration zu suchen, schreitet sie durch Augenzwinkern, Umwege, Auftauchen voran. Das Objekttheater ermöglicht es, das Thema zu verschieben, die Grausamkeit des Märchens zu erleichtern, den Humor dort entstehen zu lassen, wo die Erinnerungen ein wenig zu stark stechen.\nDenn hinter dem Stricken verbirgt sich eine umfassendere Frage: Was erhält man von denen, die uns vorausgehen? Was wählt man aus, um es zu behalten, zu verwandeln, aufzutrennen? Ist Erwachsenwerden, seine Illusionen zu verlieren oder zu lernen, sie anders zu betrachten? Ist Altern, aufzugeben oder wieder anzuknüpfen mit dem, was man verloren glaubte?\nZwischen Zärtlichkeit, Ironie und Poesie erzählt die Show den Aufbau einer Frau, ihre Fluchten, ihre Metamorphosen, ihre Ungeschicklichkeiten und ihre Wünsche. Eine Geschichte von verhedderten Fäden, misslungenen Maschen, belastenden Erbschaften und dieser Möglichkeit, immer zerbrechlich, die Arbeit dort wieder aufzunehmen, wo man sie gelassen hatte.\n\nCrédits Texte Marjorie Blériot Collaboration künstlerisch / Inszenierung Olivier Rannou Regards Komplizen Inszenierung Marie Bout / Myriam Gautier Construction Germain Rolandeau\nRégie Yüna Villanné Costume Sylvie Berthou Production / Diffusion Jessica Bodard Photos Greg Bouchet Administration Nanou Journé Trésorière Caroline Ronzier-Joly Président Stéphane Grammont Coproduction Espace Le Goffic Pacé / Théâtre du Cercle – Rennes / Theater der Küche – Marseille /\nUnterstützungen / Aufenthalte in Residenz La Quincaille – Poullaouen/ Jungle – Le Rheu / Les Ateliers du Vent – Rennes / La Girafe – Montfort-sur-Meu / L’Agora – Le Rheu / Le Sabot d’Or – St Gilles / Die Baustelle – Nogent Le Rotrou Ville de Rennes – Département Ille und Vilaine – Rennes Métropole
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Veranstaltungsort
Mouscron
Mouscron
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