Im Jahr 700 v. Chr. richtet der griechische Dichter Hesiod eine Reihe von Ratschlägen zur Landwirtschaftskunst an seinen Bruder. Dieser Brief mit dem Titel Werke und Tage wird zu einem bäuerlichen Bauernkalender in Versen, in dem landwirtschaftliche Ratschläge und ein Lebenshandbuch Hand in Hand gehen. FC Bergman greift den Titel von Hesiod für eine Reflexion über das Leben auf (und mit) der Erde auf. Ein Leben, das im Rhythmus der Jahreszeiten gelebt wird, nach den Gesetzen der Erde und den Sitten und Gebräuchen der Gemeinschaft, die sie bebaut. Dennoch bahnen sich neue Zeiten mit neuartigen Möglichkeiten und unerfüllten Wünschen ihren Weg in dieser fragilen Ehe zwischen dem Menschen und der Erde. Wenn ihre Produktion The Sheep Song eine Ode an die Freiheit des Individuums und die machbare Verwirklichung des Lebens war, will Werken en dagen eine wahrhaftige Hommage an die unwiderstehliche Macht der Kollektivität und die unendliche Kraft der Natur sein. Auch wenn es in einem gewissen Sinne – unvermeidlich – auch eine Elegie ist. Die Presse berichtet darüber: „Mit der Produktion Werken en dagen verschiebt FC Bergman einmal mehr die Grenzen. Ihr herrlicher Schwanengesang der kollektiven Landwirtschaft ist ab sofort das ökologische Warnsignal der Saison. […] Man sieht Bilder von Bruegel und Permeke, von Claus und von Millet, aber vor allem von FC Bergman. So wird Werken en dagen zu einem Modell der Imagination.“ – De Standaard „Es ist ein beunruhigendes und gleichzeitig wunderbares Bild des verlorenen Menschen: der es niemals ganz alleine schaffen wird, aber der als Gruppe in all seiner Arroganz die Erde aus den Augen verliert und so weiter versinkt. Ob links oder rechts, das ist keine gute Nachricht für diesen schönen Menschen, der pflügt, beackert, arbeitet.“ **** – De Volkskrant „Im Laufe der Jahre hat FC Bergman die Kunst der Darstellung perfektioniert. Kulisse, Beleuchtung und Musik sind atemberaubend effektiv (und mit dem nötigen Humor) in den Prozess einbezogen. […] Werken en dagen ist eine blendende Warnung vor dem Verlust von Gemeinschaft.“ – De Morgen