Während der Abend auf einen heißen Spätsommertag fällt, setzen die gedämpften Schleier der Dämmerung die Kulisse für ein intimes Konzert, bei dem Poesie und Musik eins werden. Die mittelalterlichen Texte von Charles d’Orléans haben Claude Debussy inspiriert, während Maurice Ravel selbst zur Feder griff für seine Trois Chansons — sein einziges A-cappella-Werk. Er betrachtete übrigens den zweiten Satz, Trois beaux oiseaux du Paradis, als „eine exquisite Ballade voller Zärtlichkeit“.
Mit der Wahl des Werks von Paul Verlaine als Basis für seinen Liederzyklus Chansons grises hat sich Reynaldo Hahn als unbestrittener Meister der französischen Melodie — und der Pariser Salons der Belle Époque — etabliert. Fauré schließt den Abend ab und kündigt die Nacht an mit der dramatischen Kraft der Djinns, nach einem Gedicht von Victor Hugo.