Im Vorfeld des Beethovenjahres 2027 widmet sich die Fortepianistin Keiko Schichijo einer besonderen Periode aus dem Leben des Komponisten: dem Jahr 1802. Dieses Jahr war ein Wendepunkt für Beethoven, sowohl auf persönlicher Ebene als auch in seiner Entwicklung als Komponist. Im Herbst 1802, während eines Aufenthalts im Kurort Heiligenstadt, schrieb Beethoven einen zutiefst persönlichen Brief an seine Brüder – später bekannt geworden als das Heiligenstadt Testament. In diesem nie versandten Brief äußerte er zum ersten Mal offen seine Verzweiflung über seine zunehmende Taubheit.
Dieser künstlerische Umschwung war schnell spürbar: Kurz darauf entstanden die Drie Sonates, Op. 31 (darunter die bekannte Tempest-Sonate), und die Eroica-Variationen, Op. 35. Diese Werke markieren einen deutlich innovativen Stil, unter anderem durch ihre Formexperimente und unerwarteten Variationstechniken.
Das Programm Beethoven 1805 bietet einen faszinierenden Blick auf einen entscheidenden Moment in Beethovens musikalischem Umschwung.