Das Viertel Meir in Anderlecht ist die größte städtebauliche Operation, die Anderlecht seit der Gründung des Viertels Cureghem Ende des 19. Jahrhunderts erlebt hat. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg beschlossen, wird die Gestaltung dieses neuen Wohnviertels hauptsächlich in der Zwischenkriegszeit erfolgen. Um einen großen Kreisverkehr und einen Park, den Astrid-Park, herum konzipiert und für die Mittelschicht bestimmt, bildet es ein architektonisch äußerst kohärentes und gut erhaltenes Ensemble, in dem der Stil Art Déco vorherrscht. Das Einfamilienhaus findet sich dort in all seinen Formen wieder und das Apartmentgebäude punktet die Straßen dieses grünen und luftigen Viertels. Die Fassaden mit ihren verzierten Dekoren bieten ein schönes Panorama der verschiedenen Trends der Architektur Art Déco. Dieser Besuch ist die Gelegenheit, die ungeahnten Reichtümer eines unbekannten Viertels zu entdecken, das jedoch Realisierungen von Architekten wie Antoine Courtens, Fernand Brunfaut oder auch Léon Sneyers beherbergt.