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Nagisa Ōshima — Max mon amour Kino

Nagisa Ōshima — Max mon amour

Do., 18. Juni 2026 · 22:00
Beursschouwburg, Brussels
„Ist Liebe nur zwischen Mitgliedern derselben Spezies möglich? Oder kann sich ein Pferd in eine Schlange oder einen Kirschbaum verlieben?“, fragt sich Peter, als Margaret, seine Frau, ihren Liebhaber Max einlädt, bei ihnen zu wohnen. Peter und Margaret führen eine offene Beziehung. Als Angehörige der intellektuellen Elite können sie sich in aller Ehrlichkeit nichts verbieten. Von ihrer privilegierten Position aus verachten sie das kleinbürgerliche Konzept der Monogamie. In ihrer gefestigten Ehe ist die Liebe zu einem anderen Menschen möglich. Doch die Definition des „Anderen“ wird nun auf die Spitze getrieben, denn es stellt sich heraus, dass Max ein Schimpanse ist. — Nina de Vroome in „Longing for the Other“ für Sabzian (2017, Artikel auf NL) https://www.youtube.com/watch?v=5rfat9vY45A Über „Mein Hass auf das japanische Kino erstreckt sich auf das gesamte japanische Kino.“ — Nagisa Ōshima Als Aushängeschild der japanischen Nuberu Bagu (Nouvelle Vague) war Nagisa Ōshima ein radikaler Filmemacher, Schriftsteller und Aktivist der Linken, der Themen wie Jugendaufstand, Rassen- und Klassendiskriminierung sowie sexuelle Tabus mit einem markanten Stil und eindringlicher Symbolik behandelte. Ōshima konzentrierte sich hauptsächlich darauf, die Widersprüche und Spannungen der japanischen Nachkriegsgesellschaft darzustellen. Seine Filme neigen dazu, den zeitgenössischen japanischen Materialismus anzuprangern und gleichzeitig zu untersuchen, was es bedeutet, angesichts von Industrialisierung und Verwestlichung japanisch zu sein. Später wandte sich Ōshima für die Produktion seiner Filme mehrmals außerhalb Japans. Dies war der Fall bei seinem für die Goldene Palme nominierten Militärdrama mit queeren Codes „Merry Christmas Mr Lawrence“ (1983, mit David Bowie in der Hauptrolle und einem Soundtrack von Ryuichi Sakamoto) sowie bei dem heutigen Film „Max mon amour“ (1987). Im Jahr 2013 verstarb der Regisseur an den Folgen einer Lungenentzündung und hinterließ ein Archiv aus Fernsehwerken, Kurzfilmen und 23 Spielfilmen. — Regie: Nagisa OSHIMA Drehbuch: Jean-Claude CARRIERE Drehbuch: Nagisa OSHIMA Kamera: Raoul COUTARD Musik: Michel PORTAL
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Veranstaltungsort
Beursschouwburg
A. Ortsstraat 20, 1000 Brussels
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