In den kleinen Gemeinden um Houston wiegen die Stille schwerer als die Worte, und der junge Junge, der allein mit seiner Mutter lebt, scheint sich bereits daran gewöhnt zu haben. Seine Tage teilen sich zwischen Schule, Hausarbeit und der Aufmerksamkeit, die er seiner Mutter schenkt, die nach ihren Exzessen am Vorabend zu oft nicht in der Lage ist, ihre Arbeit im Krankenhaus zu verrichten. Roberto Minervini filmt mit großer Zartheit die Banalität des Alltags und lässt nach und nach die innere Unruhe dieses Kindes erscheinen, die unter Routine, Langeweile und Verstummen begraben liegt.
Low Tide ist der zweite Teil der Texas-Trilogie von Roberto Minervini.