1791. Während 6 Tagen und 6 Nächten, in einer Zelle der Conciergerie de Paris, werden wir einer außergewöhnlichen Gefangenen folgen. Eingesperrt, bewacht, ohne Platz zum Gehen, schreibt sie. Denn das Schreiben eröffnet ein Feld der Freiheit. Immer.
Um sie herum hält ein junger Soldat Wache. Sein revolutionäres Ideal wird sich in mörderischen Fanatismus verwandeln.
Es gibt auch die Mutter des jungen Soldaten, analphabetisch, intelligent und sensibel, bewegt von dieser feurigen Gefangenen, und die es nicht mehr erträgt, Angst um diesen Sohn zu haben, der sich von den Werten entfernt, die sie ihm vermittelt hat. Und dann gibt es eine junge Frau, nicht so naiv, die der Gefangenen vorschlagen wird, einen Fluchtversuch zu wagen.
Die Gefangene ist Olympe de Gouges, die revolutionäre Humanistin, die die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin verfassen wird. Und damit einen Weg des Mutes, der Kühnheit und der Unverfrorenheit bahnen wird.
In einer Zeit, in der die westlichen Demokratien durchgerüttelt und durch die Überzeugungen allzu enger Geister in Mitleidenschaft gezogen werden, wird uns diese Frau Flügel verleihen. Ohne Manichäismus verwebt das Stück Fäden und regt uns, im Rückprall, zur Wachsamkeit an.
Ein Schauspiel, das vor alle Augen gehört.
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Von: Catherine Anne / Regie: Grégory Bergez / Mit: Perrine Delers, Soazig De Staercke, Anne Sylvain / Regieassistenz: Hélène Catsaras / Szenografie: Sofia Dilinos / Kostüme: Chandra Vellut / Licht: Jérôme Dejean
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EINE PRODUKTION DES THÉÂTRE LE PUBLIC. MIT DER HILFE DER FÉDÉRATION WALLONIE-BRUXELLES – DIREKTION THEATER, UND DER UNTERSTÜTZUNG DES TAX SHELTER DES BELGISCHEN FÖDERALSTAATES VIA BESIDE