Murs Murs
Théâtre Action
+ 14 Jahre
Collective Rhizome / Lou Joubert Bouhnik
En Partnerschaft mit dem PAC WAPI und der VoG De Maux in Mots, der Centre Culturel empfängt Murs Murs, ein engagiertes Spektakel, das die Mechanismen des Einflusses sichtbar, hörbar und denkbar macht, aber auch die möglichen Wege der Befreiung.
Inspiriert insbesondere durch das Werk Je n’existais plus des Anthropologen Pascale Jamoulle, erforscht die Kreation innerfamiliäre Gewalt und die Systeme des Einflusses, die sich oft in Stille, Unsichtbarkeit und Selbstentfremdung etablieren. Ausgehend von Archiven, Zeugenaussagen und Recherchen hinterfragt Murs Murs, was einsperrt, was isoliert, was daran hindert, sich noch als Subjekt zu erkennen.
Das Spektakel hinterfragt auch die Unsichtbarmachung dieser Gewalt durch die Gesellschaft und die Justiz. Denn Einfluss betrifft nicht nur das Intime: Er schreibt sich in breitere soziale, familiäre, institutionelle Mechanismen ein, die das Erlebte verschweigen, minimieren oder die Anerkennung erschweren können. Hier wird die persönliche Geschichte politisch, und die Bühne wird zum Ort der Untersuchung, des Zuhörens und des Widerstands.
Mais Murs Murs bleibt nicht bei der Feststellung stehen. Er sucht auch Auswege zu öffnen: Wie benennt man das Undenkbare? Wie versteht man die Mechanismen, die Einfluss möglich machen? Wie findet man wieder ein Wort, eine Stütze, eine Handlungsfähigkeit? Die Befreiung wird zum kollektiven Horizont, eine Art, gemeinsam die Gesten, die Verbindungen und die Ressourcen zu imaginieren, die es ermöglichen, aus der Gefangenschaft auszubrechen.
Zwischen theatralischer Untersuchung, sensibler Erzählung und Klangkreation öffnet Murs Murs einen Raum der geteilten Reflexion, der Sensibilisierung und der sozialen Transformation. Der Aufführung folgt eine Zeit des Austauschs mit dem Publikum, um die durch das Stück aufgeworfenen Fragen zu verlängern und das Theater zu einem Ort des Wortes, des Zuhörens und der gemeinsamen Rekonstruktion zu machen.
Crédits
Marie Coyard / Ninùccia Berthet / Luci Husson
Mise auf der Bühne Lou Joubert Bouhnik
Schreiben Lou Joubert Bouhnik / Oriane Roty
Dramaturgie Emma Cohen Hadria
Création Klang Luci Husson
Scénographie Sophie Denbleue
Costumes Sophie Denbleue unterstützt von Kim Zelenay
Assistant Szenografie Baptiste Doudet
Regard Außen Quantin Meert
Régie Ton / Regie Julien Dispaux
Création Licht Maximilien Westerlinck assistiert von Jonas Dechamps
Photos Leslie Artamanow
Produktion L’ANCRE – Théâtre Royal
Coproduction La Coop VoG und Shelter Prod / Aide Fédération Wallonie-Brüssel – Service Général der Création Artistique
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Remerciements La CCTA / Die Föderation des Aktionstheaters / La Maison ephemer / Guillaume Gendreau / Pascale Jamoulle / Anais Teyssandier / Béatrice Bosschaert / Léo Smith / Marie Bonnarme / Lucas und Michel Joubert / Lucas Maerten / Anthony Ruotte / Samy Caffonnette / Justine Lequette / Elisa Malavasi / Guillaume Simon / Josepha Sini / Ninon Bouhnik / Anne Pilette / Géraldine Renna / Véronique Georis / Bérénice Masset / Laurie – Anne Vanbléricq / Orianne Ondel / Claudia Maraite / Merida Lopez / Renaud Riga / Gil Colmant / Mina und Nathalie / Michel Bernard