Musik hat Grace Ives schon immer begleitet. Sie wuchs in New York City bei musik- und filmbegeisterten Eltern auf und spielte als Kind in einer kurzlebigen Band mit der heutigen Pop-Sensation Frankie Cosmos. Aber erst nach ihrem Abschluss am MICA mit einem Diplom in Grafikdesign und nach einem kurzen Aufenthalt am SUNY Purchase, wo sie Poesie studierte, begann sie, das Musikmachen ernsthaft zu verfolgen. Die Lieder auf ihrem neuen Album ‚Janky Star‘ haben eine bekenntnishafte Qualität, jedes ein stumpfer Gedanke oder ein Gefühl, das man vielleicht hat, aber niemals laut aussprechen würde. Janky Star behandelt das Nüchternsein, moderne Romanzen, das Schreiben eines 6-seitigen Briefes an den Psychiater und die Frage, ob man ein Narzisst ist. Ives beschreibt es als ‚peinliche Ehrlichkeit‘, bei der sie ‚meistens Lieder für Leute schreibt, die sich selbst hassen‘. Nachdem sie diese Liedersammlung zu Hause in Brooklyn geschrieben und die erste Produktion durchgeführt hatte, tat sich Ives mit dem in LA ansässigen Co-Produzenten Justin Raisen zusammen, der seine Beiträge von der anderen Seite der Welt schickte. Das Ergebnis sind 11 Titel, die von anspruchsvollen Popsongs über Lo-Fi-Punk bis hin zu Americana-beeinflussten Jams reichen. Ives‘ Vorliebe für poetische Betrachtungen über spezifische Details und Referenzen war schon immer Teil ihrer enzyklopädischen Marke suburbaner Nostalgie, die an das Absurde grenzt.