Nur eine so eklektische Künstlerin wie Beatrice Rana wage es, die barocke Klarheit von Bach mit den von Poesie geprägten Charakterstücken von Frédéric Chopin mit so viel Kühnheit zu verknüpfen. In seinen Nocturnes, Balladen und Scherzos lässt Chopin große Emotionen aus kurzen Formen entstehen. Bach hingegen bevorzugt eher die Struktur und vereint seine Lieblingstänze in einer seiner Französischen Suiten. Schließlich verweilt die italienische Pianistin mit einigen Etüden von Claude Debussy auf französischem Boden, echten ‚Übungsstücken‘, hinter denen sich kein Interpret verstecken kann. Eine ungeschminkte Offenbarung der (vielfältigen!) Talente von Beatrice Rana.