Setzen Sie vier theatermachende Schwestern zusammen, und es entsteht etwas Magisches. Winter, Toulouse, Jules und Luna übersetzen ihre Familiendynamik auf die Bühne.
i.h.k.v. Saisonauftakt CTRL+TOEKOMST
In der Vorstellung ‚Schwe Schwes Schwester Schwestern‘ feiern vier theatermachende Schwestern das (Familien-)Leben auf der Bühne. Sie gehen in Dialog miteinander und suchen in Sprache, Bewegung, Musik und Audio nach ihren Erwartungen und Verlangen. Darüber, wie es ist, in einer (großen) Familie aufzuwachsen. Über Loslassen und Wiederfinden. Über Aufbrechen und wieder Heimkommen. Über Eltern, die sich scheiden lassen, und den eigenen Weg in der Liebe suchen.
Was als Übung an einer Schauspielschule begann, wird eine poetische Reise durch und zum Sisterhood, die viele Herzen berührte und nun also auch den Weg in die Schouwburg findet. Dank eines Wechsels zwischen Humor, Authentizität, Rührung und Vorstellung wissen sie das Publikum zu berühren. Diese packende Vorstellung erzählt die Geschichte einer Familie. Irgendeiner Familie. Denn Dynamiken kennen wir in allen Maßen und Formen.
Von und durch Luna De Cock, Winter De Cock, Toulouse De Cock, Jules De Cock | Eine Produktion von COMPAGNIE SCHWESTERN
Interview
Vier Schwestern zusammen auf den Brettern, es ist eine einzigartige und prickelnde Idee. In einer großen Familie aufzuwachsen ist eine Sache, eine Vorstellung darüber zu machen ist etwas anderes. Die Probentage beginnen während der Cornflakes mit lauer Milch am Morgen und enden im grauen Sessel ihres Elternhauses.
Winter: „Manchmal ähneln wir uns mehr, als wir zugeben würden, während wir uns in anderen Bereichen dann wieder sehr unterscheiden. Diese Dualität wollten wir auch als Thema in die Vorstellung mitnehmen. Wir werfen Licht auf Dynamiken innerhalb unserer Familie und wie wir uns gegenseitig beim Aufwachsen beeinflussen. Es ist nicht zufällig, dass wir alle vier im Theaterfeld landeten.“
Was als Übung an der Schauspielschule begann, wurde eine packende und poetische Vorstellung über ein Sisterhood, die schon viele Herzen berührte und nächste Saison den Weg in die Schouwburg findet.
Toulouse: „Wir wollten immer schon zusammen eine Vorstellung machen, aber wir wollten vor allem nicht über uns selbst sprechen. Dennoch wurde schnell klar, dass selbst die verrücktesten Ideen aus unseren Brainstorming-Sitzungen immer auf unsere Bindung und unsere Dynamik hinausliefen. Wir konnten nicht nicht darüber sprechen, also beschlossen wir, es umzudrehen und gerade voll und ganz ‚Ja‘ dazu zu sagen. Dadurch fühlt es sich für uns nicht immer wie ‚Spielen‘ an, denn auch auf der Bühne haben wir eine natürliche Art der Kommunikation.“
Mit einem Wechsel zwischen Humor, Authentizität, Rührung und Vorstellung wissen die Schwestern das Publikum zu berühren. Eine Vorstellung über seine Familie machen, mit seiner engen Familie, wie läuft so eine Zusammenarbeit genau?
Jules: „Wir nehmen alle vier kein Blatt vor den Mund und sind sehr direkt zueinander. Durch diese Ehrlichkeit kommt man ohne Umwege schnell zum Kern dessen, was man machen will. Auch die Tatsache, dass wir noch alle vier zusammenwohnen und unsere Leben also völlig parallel liefen, war nicht immer einfach. Während auch darin viel Schönheit liegt: wir standen zusammen auf, gingen zusammen schlafen und atmeten im gleichen Rhythmus.“
Winter: „Die Gespräche während unseres Entstehungsprozesses haben mich näher zu meinen Schwestern gebracht und ich habe sehr viel dazugelernt. Nicht nur über uns, sondern über Familienstrukturen im Allgemeinen. Das fanden wir auch wichtig, dass wir die Untersuchung breiter zogen.“
Die Try-outs sind inzwischen hinter uns und ihre Tournee startet diesen Herbst. Und das bringt etwas Spannung mit sich…
Luna: „Die Vorstellung handelt von universellen Themen und balanciert auf der dünnen Grenze zwischen Spiel und Nicht-Spiel. Was ist echt und was nicht? Es ist herrlich, damit spielen zu können. Wir berühren Themen, die sich auch sehr dazu eignen. Unsere große Hoffnung ist, dass diese Themen bei einem unbekannten Publikum auch eine Saite berühren werden. Wir freuen uns enorm darauf!“
Die Schwestern schließen ab mit der Botschaft, dass diese intensive Zusammenarbeit sie zum Nachdenken gebracht hat: wie ist es, das Elternhaus zu verlassen? Können wir unsere geteilte (Kinder-)Zeit langsam abschließen? Wollen wir das, oder wollen wir das (noch) nicht? Entdecken Sie die Dualität zwischen diesen Gedanken im wunderbaren Stück ‚Schwe Schwes Schwester Schwestern‘.
Pers
In HUMO erschien ein Interview mit ‚Jonge Leeuwen‘ De Cock. Lesen Sie es hier.