Anlässlich ihrer Kuratorenschaft von Theater aan Zee im Jahr 2021 schrieb Caroline Pauwels eine wunderschöne Ode an das Staunen. Ein Plädoyer dafür, die Sinne zu öffnen und die eigenen Ansichten weiterentwickeln zu lassen. Kinder staunen oft. Warum ist das Meer blau?
Warum wird es dunkel? Warum ist dieser Herr kahl?
Irgendwo auf dem Weg zum Erwachsensein
verlieren die meisten von uns diese Unbefangenheit.
Nach und nach wird das Feuer der Neugier gelöscht:
die Dinge sind nun einmal, wie sie sind, es gibt nichts Neues unter der Sonne. Und das ist schade. Staunen gibt dem Leben Farbe, hilft dabei, unsere Grenzen zu verschieben und spornt uns an, falsche Sicherheiten in Frage zu stellen. In ihrem Buch „Ode aan de verwondering“ hält Caroline Pauwels ein beseeltes Plädoyer dafür, wieder mit diesem kindlichen Blick auf die Welt zu schauen. In Wissenschaft und Kunst, aber auch in den großen und kleinen Momenten jedes Tages. Diese „Ode aan de Verwondering“ ist ebenso eine Ode an den verstorbenen Rektor der VUB, Caroline Pauwels. Mit Texten von Caroline und Musik, die sie liebte. Die Rektorin war eine öffentliche Figur mit einer Liebe für die Künste. Sie war unter anderem Kuratorin für Theater Aan Zee. Für die VRT machte sie die Reihe „De inzichten van Caroline Pauwels“ und die VRT machte auch die „Vier Seizoenen van Caroline Pauwels“. An Miller schlüpft in die Haut von Caroline Pauwels. Obwohl sie in den letzten Jahren vor allem für Fernsehen und Film arbeitet, hat An mit dem aufsehenerregenden Stück „Familie“ von Milo Rau/NTGent die Liebe zur Bühne wiederentdeckt.