Begegnung und Filmvorführung „Kann das Kino die Welt noch retten?“
So., 21. Juni 2026 · 16:30
Cinema Galeries, Brussels
€7–10
Präsentation des Films\n\nAls Ergebnis einer zweijährigen Untersuchung zwischen Lüttich und Carcassonne geht dieser Film auf die Menschen zu, die ein engagiertes Kino machen und verteidigen. Von De Costa-Gavras bis Robert Guédiguian, über Stéphane Brizé, Maria de Medeiros oder Thierry Michel, liefern Dutzende von Filmemachern und Journalisten eine kompromisslose Bestandsaufnahme.\n\nDiese Initiative steht im Zentrum wichtiger politischer Fragen. Angesichts demokratischer und klimatischer Krisen sowie des Aufstiegs des Nationalismus etabliert sich das kulturelle Feld heute als Schauplatz eines tiefgreifenden ideologischen Kampfes.\n\nDie jüngsten Dynamiken in Frankreich – wie beim Festival du Film Politique de Carcassonne, der gezwungen war, seine finanzielle und ideologische Unabhängigkeit gegenüber den neuen Ausrichtungen einer rechtsextremen Stadtverwaltung zu bekräftigen – spiegeln direkt die belgischen Realitäten wider. Auch En Belgique, konservative Offensiven vervielfachen sich, um kritische Räume einzuschränken und das assoziative Gefüge zu schwächen.\n\nWenn manche an der Macht des Kinos zweifeln, beweisen andere, dass Filme Dinge verändern können. Alle teilen jedoch eine Gewissheit: Bürger in einem Saal zu versammeln, um gemeinsam nachzudenken, ist bereits ein unverzichtbarer politischer Akt.