Dokumentarfilm, Vincent Munier, 93’, Französisch, 2025 Nach The Velvet Queen , in dem der Naturfotograf Vincent Munier auf den tibetischen Hochebenen nach einem Schneeleoparden sucht, bleibt Munier nun in seiner Heimatregion: den Vogesen. In den tief eingeschnittenen Tälern und dichten Winterwäldern der Vogesen teilen wir eine Berghütte mit drei Generationen der Familie Munier. Vincent, sein Vater Michel, der ihm die Liebe zum Wald vermittelte, und Sohn Simon staunen gemeinsam über die zerbrechliche Urkraft der Natur. Der Dokumentarfilm entfaltet sich wie ein filmisches Gedicht. Vincent Munier fängt die flüchtige Präsenz von Luchsen, Bären, Hirschen und Eulen ein und zeigt, wie jede Spur, jede Atemwolke und jedes Geräusch im Wald eine Geschichte erzählt. Bei ihm wird das Sehen zu einer Form des Zuhörens, der Gegenseitigkeit. Le chant des forêts lädt zur Entschleunigung und zur Wiederverbindung mit der lebendigen Landschaft ein. Es ist ein Film, der die Frage stellt: Wie werden wir wieder Teil der Welt, die uns trägt? (Sphinx)