Au coin de la rue Fransman et de la rue Mode-Vliebergh, (métro « Bockstael »), Brussels
€10–15
Im 19. Jahrhundert wurde Laeken, wie seine Nachbargemeinden, durch die Nähe zum Kanal und zur Eisenbahninfrastruktur zu einer echten Arbeitergemeinde. Das Problem der Unterbringung der Arbeiter wurde daher immer dringender: Zunächst ließen private Eigentümer Reihen einfacher Häuser zur Straßenseite hin bauen, aber auch in Sackgassen, wo die Lebensbedingungen traurige Berühmtheit erlangen sollten. Man musste bis in die 1920er Jahre und die Gründung der Société Nationale der Wohnungen und Unterkünfte in Bon Marché warten, um eine Verbesserung der Wohnverhältnisse der Arbeiter zu sehen. In Laeken war es der Foyer Laekenois, der am Werk war: Er errichtete zahlreiche Wohnkomplexe von hoher architektonischer Qualität. Durch diesen Besuch lädt Sie das ARAU ein, die Geschichte des Arbeiterwohnungsbaus in Laeken zu entdecken, von den Arbeiterhäusern des 19. Jahrhunderts bis zu den prächtigen Art Déco-Komplexen, modernistisch oder regionalistisch, entworfen von renommierten Architekten wie Joseph Diongre, Jean-Baptiste Dewin, Joseph Van Neck oder Paul Bonduelle. Als zusätzlicher Beweis dafür, dass Art Déco nicht nur den Wohnungen der oberen Klassen vorbehalten ist, endet der Besuch mit der Entdeckung der ehemaligen Schule Karel Bogaerd Rijksnormaalschool voor Meisjes (derzeit niederländischsprachige Schule), einem prächtigen öffentlichen Gebäude der Zwischenkriegszeit.