Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er trägt das Kind in seinen Armen,
Er hält es fest, er wärmt es.
Auf Basis des Gedichts „Le Roi der Aulnes de Goethe, Phia Ménard signiert mit Nocturne (Parade) eine wunderschöne Fabel über die Macht der Kindheit.
Ein Kind, festgezurrt an seinem Vater auf dem Rücken eines Pferdes, spürt eine tödliche Gefahr aufkommen, die der Erwachsene nicht sieht oder nicht sehen will. Es ist die Parabel unserer Epoche in totaler Verwahrlosung.
In einem Kreis aus Licht weht der Wind, die Formen beleben sich. Aufgeblasen und bewegt durch die Atemzüge der Luft, komponieren diese Marionetten des Zufalls das prunkvolle und ergreifende Ballett einer Welt, die entgleist.
Gedacht als eine Reise in einen dunklen Tunnel, taucht dieses Stück die Zuschauer in ein traumartiges Universum ein, in dem man wahrnimmt, bevor man sieht. Indem er diese sensorische Durchquerung in Szene setzt, lädt das Spektakel dazu ein, in den Kampf gegen eine bedrohliche Nacht zu treten. Phia Ménard trägt so, wunderschön, den Widerspruch zu den bösen und freiheitsfeindlichen Winden des Obskurantismus.
5 Solidaritätstickets zu 5€ werden für jede Vorstellung der Projekte der darstellenden Künste reserviert (außer Ausnahme). Danke, an reservation@halles.be zu schreiben
11 € / 16 € / 18 € / 20 € / 22 € / 24 €