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Mi., 9. Dez. 2026 · 20:30
KVS_Box, Brussels
Vor fünf Jahren traf Dorothée Munyaneza zum ersten Mal auf Christian Nka im Forestapark, in den Vierteln von Nord de Marseille. Christian ist ein ehemaliger Boxmeister und eine lokale Legende, die ihr Viertel nie verlassen hat. Mit seiner imposanten Statur, seinen großen Händen und seinem dichten Bart strahlt er eine immense Kraft aus. Und Weisheit. Drei Jahre nach ihrem ersten Treffen beschließen Christian und Dorothée, gemeinsam ein Spektakel zu kreieren. Er spricht ohne Umschweife über seine Kindheit, seine Eltern, die Gewalt, die sein Leben am Rande der Gesellschaft geprägt hat, gegen die er sich aber auch auflehnt. Er bringt ihr Boxbewegungen bei, mit Blick auf das Meer. Und er tanzt. Der Komponist Ben LaMar Gay, mit dem Dorothée oft zusammengearbeitet hat, hat die Musik für das Stück komponiert. Durch seine Noten und Worte zeichnet sich das Porträt von Christian Nka ab. Ein unerschrockenes Porträt, das hinterfragt, was Männlichkeit, Gewalt, Vaterschaft (sowie das, was wir davon erben und weitergeben) bedeuten können. • Choreografin, Schriftstellerin, Musikerin und künstlerische Leiterin, Dorothée Munyaneza (Kigali, 1982) entwickelt ein leidenschaftliches Werk. Ausgehend von der Realität versucht sie, das Gedächtnis und den Körper zu erfassen, die Stimme derer zu erheben, die wir zum Schweigen bringen, den Stille zuzuhören und die Narben der Geschichte zu zeigen. Munyaneza ist bereits am Kaaitheater mit Mailles, Toi, Moi... Tituba, Umuko und Inconditionnelles aufgetreten. • Christian Nka, der 1978 geboren wurde und in den nördlichen Vororten von Marseille aufwuchs, begann im Alter von 17 Jahren auf Anraten eines Lehrers mit dem Boxen, um seine Gewalt zu kanalisieren. Er entdeckte die „edle Kunst“ und setzte sich schnell bei regionalen und nationalen Amateurboxwettbewerben in fast allen Stilen durch. Christian Nka ist Boxer, Erzieher, Mediator, Widerstandskämpfer und Überlebender, aber auch ein Dichter, der durch Worte eine einzigartige Vision der Welt vermittelt. • Ben LaMar Gay ist Komponist, Kornettist, Multiinstrumentalist, Sänger und Dichter. Er vermittelt eine radikale Bandbreite an Klängen, Farben und Räumen durch die universelle Sprache der Folklore. Vom emblematischen Viertel von South Side in Chicago, wo er aufwuchs, bis nach Brasilien, über Nigeria, Frankreich, Italien und Deutschland komponiert Ben LaMar Gay eine Musik, die eng mit dem täglichen und politischen Leben verbunden ist und sich von anderen Kulturen inspirieren lässt, um extrem reiche, dringliche und nicht klassifizierbare Klänge zu schaffen.
Weitere Termine
Mi., 9. Dez.Do., 10. Dez.
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Veranstaltungsort
KVS_Box
Arduinkaai 9, 1000 Brussels
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