Kelly findet ein Loch. Das Loch war zuerst nicht da, und dann plötzlich doch. Es ist so tief, dass niemand weiß, ob es jemals endet. En Kelly? Die plumpst direkt hinein. Was sie unten findet, ist alles, was jemals tief weggeschlossen wurde: Bompapa und Moemoe, eine Mondgöttin namens Selena, und ganz unten im Heißesten des Lochs – wohnt der Rode Man. Er weiß Dinge. Über gefallene Engel, Underground-Partys, dunkle Verlangen und eine schändliche Vergangenheit.
Das Neueste von Abattoir Fermé wird ein Märchen für Erwachsene, ein magisch-düsteres ‘Puppentheater’, gespielt von festen Abattoir-Werten Tine Van den Wyngaert, Kirsten Pieters und Steve Geerts und Gastdarstellerin Iris Becher (u. a. Schauspielhaus Wien). Fast ohne Text, dafür mit Voice-over aus der Tiefe und einer hypnotischen musikalischen Partitur aus dem Hut von Hauskomponist Kreng (siehe auch Tourniquet, Ghost, Hotel Poseidon usw.).
Kelly und das Loch ist ein sumpfiger Abstieg ins Unterbewusstsein mit dem einzigen Ziel: wieder nach oben zu kriechen – wenn das noch gelingt.