Eine Stadt. Ein Fluss. Eine Fabrik. Ein Wald. Eine Frau entnimmt Wasser. Sie entdeckt ein Problem. Man verlangt von ihr Beweise. Sie bringt sie. Man schaut weg. Sie beharrt darauf. Man wirft ihr ihren Tonfall vor. Sie schreit. Die Stadt bleibt taub.
Sie heißt Cassandre. Sie heißen alle Cassandre. Heute Abend sind sie zu dritt. Dreimal dieselbe Stadt, dreimal dasselbe Wasser, drei Arten, den Mund aufzumachen.
Die erste glaubt, sie wissen es nicht. Die zweite entdeckt, dass sie es wissen. Die dritte sucht danach, was man tut, wenn alle es wissen. Während unter Wasser etwas weiter wächst.
CASSANDRE ist eine zeitgenössische Mythologie über den Mut derer, die Alarm schlagen und die man sich weigert zu hören. Selbst wenn man alles verliert.